Von Klostergärten, Kräuterfeen und dem Quäntchen Glück

Sie machen das Essen bekömmlicher, helfen dabei, den Salzkonsum zu reduzieren – und vor allem: sie machen jedes Essen aromatischer. Sie sind recht einfach im Garten, auf dem Balkon oder auf dem Fensterbrett zu ziehen. Klar, Kräuter gibt’s das ganze Jahr im Supermarkt. Trotzdem sind Kräuter – vor allem selbst geerntete – aromatischer als diejenigen aus dem Gewächshaus. Kräuter sind das Tüpfelchen auf dem „i“ in der Küche, verfeinern und verfügen zudem über Heilkräfte.

Bei unseren nächsten kulinarischen Aktionen – den Salaten im August und der sonnenverwöhnten Mittelmeerküche im September – werden Kräuter eine wichtige Rolle spielen.

Wir haben die Sommermonate genutzt, um uns mit dem Thema Kräuter intensiver zu beschäftigen. Dazu haben wir im wundervollen Barockgarten von Kloster Kamp im Kamp-Lintfort am Niederrhein den dortigen Kräutergarten als Geheimtipp besucht. Er ist hinter der Klosterkirche gelegen, wo er von engagierten EhrenamtlerInnen gehegt und gepflegt wird – auch im Hinblick auf die Landesgartenschau 2020, wo der Kräutergarten neben den spektakulären barocken Terrassengärten mit einbezogen werden.

Gärtnerin, Kräuterlandfrau und -pädagogin Cornelia Merkamp ist eine dieser ehrenamtlichen „Kräuterfeen“. Sie empfing uns im frühmorgendlichen Klostergarten im Noch-Schatten des ehemaligen Zisterzienserklosters, das 1123 als erstes seiner Art im deutschsprachigen Raum gegründet worden war. Dort erzählte sie uns über die Magie von Kräutern, Heilpflanzen und ihre persönlichen Erfahrungen. Für sie ist das alles „das Quäntchen Kräuterglück“, welches das Essen appetitlicher, genussreicher und auch ästhetisch schöner macht.

Die Klüh-Kräuterbroschüre

Um Sie daran teilhaben zu lassen, haben wir alles in unserer Kräuter-Broschüre zusammengetragen, die ab September für unsere Tischgäste gedruckt vorliegen wird. Neben der Kräuterexpertin kommt auch unser Betriebsleiter bei der Commerzbank in Frankfurt, Raoul Flauaus, zu Wort. Der Stadt, in der die legendäre Grüne Soße beheimatet ist. Hier gibt er Einblicke über 7 Kräuter, die in der Klüh-Küche nicht fehlen dürfen …

Welche 7 Kräuter das sind, wie sie Speisen veredeln und welche positiven Wirkungen sie auf Körper und Stimmung haben, erfahren Sie in Kürze aus der Broschüre „Täglich ein Quäntchen Glück – Kräutergeheimnisse aus der Klüh-Küche“.

Sie liegt bei allen an der Aktion „Cucina Mediterranea“ teilnehmenden Restaurants und Cafeterien kostenlos zum Mitnehmen aus – solange der Vorrat reicht.

Wer jetzt schon einen Blick hineinwerfen möchte: Flipbook Kräuterbroschüre

Fotos: Christoph Buckstegen
(bis auf Foto Herr Flauaus, eigene Quelle)

Aus dem kulinarischen Heimatbuch

Die Landfrauen des Bezirks Geldern hatten sich zu ihrem 70-jährigen Bestehen 2019 etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein regionales Kochbuch mit dem Titel „Kulinarisch durch das Gelderland“ (die Stadt Geldern ist am Niederrhein gelegen, genauer gesagt, gehört sie zum Kreis Kleve; im Westen grenzt sie an die Niederlande).

Cornelia Merkamp war Ideengeberin und Schriftführerin für dieses wunderbare Buch mit köstlichen Rezepten. Eins davon hat sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt:

Kohltopf – Rezept zum Nachkochen von Kräuterlandfrau Cornelia Merkamp

Zutaten für 4 Personen:
1 kg Sommerkohl – Spitzkohl oder Weißkohl
30 g Öl
400 g Hackfleisch
2 Zwiebeln
Pfeffer, Salz, Paprika
500 ml Gemüsebrühe
300 g Äpfel, z. B. Elstar

Zubereitung:
Kohl putzen, waschen und in feine Streifen schneiden. Öl erhitzen, darin gewürfelte Zwiebeln und gewürztes Hackfleisch anbraten. Den Kohl zugeben. Gemüsebrühe zugießen und 30 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren. Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. 10 Minuten mitgaren. Das Gericht nochmals abschmecken.

Tipp:
Raffinierter wird es mit etwas mehr Schärfe durch die Zugabe von frischen Chiliwürfeln, die aber nur kurz vor dem Servieren hineingegeben werden. Kleine rote Paprikawürfel bringen Farbe und erweitern das fruchtige Aroma. Blüten oder Samen des Trauchbasilkums bringen eine frische Note, ebenso wie frische Fenchelblüten. Zum Winter gerne den altbewährten Kümmelsamen.

Guten Appetit!

Informationen zum Kochbuch

Foto: Cornelia Merkamp

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