Frischer geht’s nicht. Bei den Stadtwerken Düsseldorf werden wir am Aktionstag „Natur und genussreich“ , Kürbis-Kartoffelgemüse – persönlich geerntet von unserem Blühpartner und Biobauern Peter Schneider aus Goch am Niederrhein – anbieten.

Leckeres vom Landwirt aus Leidenschaft
Seit 2016 ist er aus Überzeugung von der konventionellen auf die Biolandwirtschaft umgestiegen. Der gelernte Landwirt in zweiter Generation bewirtschaftet nicht nur 76 Hektar Land, sondern betreibt als Land- und Baumaschinen-Mechanikermeister parallel ein Unternehmen für Verkauf, Verleih und Service von Landmaschinen. Beides macht viel Arbeit, funktioniert aber bestens zusammen. „Auch wenn’s bei Bio zu Back-to-The-Roots geht, ist spurgetreues Fahren mit GPS für die Pflanzen ebenso wichtig wie das kameragesteuerte Erkennungssystem zum Hacken und Auflockern“, erklärt Peter Schneider. Die Gäste können sich bei ihm sicher sein, dass es sich um „glückliche Kürbisse“ für den Aktionstag handelt: „Das ist schon eine besondere Delikatesse. Vor allem, wenn man den Produzenten persönlich kennt. So macht das Kochen für unsere Gäste noch mehr Spaß“, so Elke Neumann, Betriebsleiterin bei den Stadtwerken Düsseldorf.

Klatschmohn im Möhrenfeld
Im Frühling dieses Jahres waren wir bei Klüh auf der Suche nach geeigneten Maßnahmen zur Unterstützung von Bienen. Durch das Netzwerk „Blühende Landschaft“ wurden wir auf Peter Schneider aufmerksam. Im Rahmen der Aktion sollten brachliegende Flächen durch das Einsäen von Ackerkräutern und heimischen Blumen wieder Heimat und Betätigungsfeld für Bienen und andere Insekten bieten. Mit der Unterstützung von Klüh Catering und der sachkundigen Pflege durch den Biobauern Peter Schneider konnten wir bereits in diesem Sommer erste Flächen gemeinsam nach den strengen Kriterien der Biolandwirtschaft zum Blühen bringen. „Auch als ich noch konventionell angebaut habe, hatte ich immer Blühflächen oder -streifen“, erläutert Schneider, „weil mir die Natur wichtig ist. Da lasse ich auch gerne mal Feldblumen wie Klatschmohn in meinen Möhren stehen.“

Bio – am besten aus der Region für die Region
Auf seinen 70 Hektar Nutz- und 6 Hektar Grünflächen gedeihen außer den Kürbissen auch Erbsen, Kartoffeln, Möhren, Spinat und Zuckerrüben. „Die letzteren zum letzten Mal. Das Werk, in dem ich angeliefert habe, wurde von NRW ins entfernte Schwaben verlegt. So weite Entfernungen, die einen zu großen ökologischen Fußabdruck hinterlassen, sind für mich nicht mit Bio vereinbar“, sagt er. Darüber hinaus baut er noch Getreide und verschiedene Futtersorten für Kühe und Hühner an. Mehrgleisig aufgestellt sein, ist überlebensnotwendig, meint Peter Schneider. Auch, wenn für Bio in Deutschland das Bewusstsein wächst, lässt die Nachfrage hierzulande noch zu wünschen übrig. „Vielleicht bewegen Greta oder Fridays for Future doch noch mehr Menschen zum Umdenken.“, wünscht sich nicht nur Peter Schneider.

Kürbisse – älteste Kulturpflanzen der Welt
Unglaublich – die farbenfrohen Kürbisse zählen zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Schon vor 12.000 Jahren waren sie in Peru, vor 9.000 Jahren in Mexiko und vor 5.000 Jahren bereits in Ägypten bekannt und geschätzt. Studien konnten belegen, dass sie zu den Produkten der ganz frühen gartenbaulichen Versuche der amerikanischen Ureinwohner zählen. Schon Columbus beschrieb den Kürbis als wichtigste Nahrungspflanze der Indios und Azteken. 51 Jahre nach der Entdeckung Amerikas kam der Kürbis auch nach Europa. Die Begeisterung für Kürbisse ist bis heute nicht nur in den USA groß. Mittlerweile spielen sie auf vielen Kontinenten mit ihren geschnitzten Gesichtern und Fratzen eine wichtige Rolle bei der Abwehr böser Geister an Halloween. Der Hokkaido-Kürbis von Peter Schneider eignet sich durch seine relativ leichte Schale nicht so gut zum Gesichterschnitzen, dafür lässt er sich relativ leicht und schnell in leckere Suppen und Speisen verwandeln. Dies sorgt mehr für lachende Gesichter bei Kürbis-Gourmets. In dem Sinne: Lassen Sie sich’s schmecken.

Fotos: Silke Steinraths Photography

Rezept: Kürbis mit Feldsalat, Gnocchi und Granatapfel

Hier sind richtig viele Vitamine und leckere Zutaten drin. Probieren Sie ihn doch einfach einmal aus, unseren herbstlichen Salat als Hauptgericht für 4 – 5 Personen.

Zutaten:

  • Ca. 1,3 kg oder 2 kleine Hokkaido-Kürbisse (die Schale ist essbar), das ergibt ca. 900 g Kürbisfleisch
  • 1 rote Zwiebel (ca. 120 g)
  • 1 ½ EL Rapsöl (das sich stark erhitzen lässt)
  • körniges Meersalz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 kg Gnocchi (frisch)
  • 200 g Feldsalat
  • Kerne von einem ½ Granatapfel
  • 65 g Pinienkerne
  • Für das Dressing:
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 EL Orangenessig (es geht wahlweise auch milder, weißer Balsamico)
  • 1 EL Honig
  • Salz
  • Pfeffer.

Zubereitung:
Kürbis gründlich waschen, Stiele und Kerne entfernen, in nicht zu kleine Würfel schneiden. Zwiebel in Streifen schneiden. Beides in eine Schüssel geben, mit Rapsöl, Salz und Pfeffer mischen. Alles zusammen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad Umluft ca. 12 Minuten backen (Kürbis sollte noch einen leichten Biss haben).

In der Zwischenzeit den Feldsalat waschen und trockenschleudern. Für das Dressing Zutaten in einer kleinen Schüssel verrühren und abschmecken. Gnocchi nach Herstellerangaben in Salzwasser al dente garen, danach abtropfen lassen. Den Kürbis etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Pinienkerne ohne Fett bei mittlerer Hitze in einer beschichteten Pfanne leicht rösten. Die Kerne eines halben Granatapfels auslösen.

Auf Tellern ein Salatbett mit dem Feldsalat anrichten und mit etwas Dressing beträufeln. Alle anderen Zutaten, auch das restliche Dressing, in einer großen Schüssel mischen, danach auf den Tellern verteilen.

Guten Appetit!