Kochen mit & für Kids: Kössstliche (K)Leckereien für Groß & Klein

Von Dieter Lietz:
Im Topf zwei kleine Gurken lagen. 
Da hörte ich die eine fragen: 
\”Warum, Gefährtin, sind wir sauer? 
Erklär mir diesen Fakt genauer!\”
Drauf sprach die andre tief bewegt: 
\”Na ja, man hat uns reingelegt.\” 

Wer Kinder für’s Kochen begeistern und Interesse an guter Ernährung wecken möchte, sollte sich von möglichen Kleckereien nicht abschrecken lassen. Klar – Kochen und Backen mit Kindern ist eine Herausforderung, die sich aber auf lange Sicht gesehen positiv auswirkt. Jetzt, wo wir notgedrungen mehr Zeit zu Hause verbringen, können Sie das Experiment „Kinder-Kochstudio“ wagen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Also: seien Sie tapfer. Mit unseren kinderleichten Rezepten können Sie nicht nur ihre jungen Küchentalente fördern, sondern lernen auch gleich Leckereien kennen, die der ganzen Familie schmecken.

Man nehme: viel Zeit, denn mit der richtigen Planung und den passenden Vorkehrungen wird das gemeinsame Einkaufen, Waschen, Schälen, Rühren, Mixen … richtig Spaß machen. Schürzen oder Kittel schützen vor zu großer Kleckerei. Selbst Speisen zu zubereiten, und dabei nicht nur für Abwaschen und Tischdecken eingeteilt zu sein – davon profitieren die kleinen Köche am meisten.

Kochen fasziniert schon die ganz Kleinen
Schon die Kleinsten lieben die Geräusche in der Küche. Beim Rühren, Probieren, Abschmecken und vor allem Löffel-Abschlecken sind schon kleine Zweijährige dabei (aber auch manch‘ älteres Schleckermäulchen). Mit extra stumpfen Kindermessern können Dreijährige schon weiche Lebensmittel „schneiden“ wie Bananen, gekochte und abgekühlte Möhren oder Kartoffeln. Fünfjährige kann man unter den entsprechenden Sicherheitsanleitungen auch an kleine Küchenmesser – natürlich unter Aufsicht – lassen. Zuerst unter Handführung durch die Eltern und dann auch mit dem Trick im Sitzen auf dem Schneidebrettchen immer vom Körper weg zu schneiden, um sich nicht zu verletzen.

Beim Family-Event gilt: Der Nachwuchs bestimmt gerne mit, was gekocht werden soll. Ausgestattet mit einer Liste – selbst gemalt oder geschrieben – geht’s zuerst auf Einkaufstour. Am schönsten ist’s natürlich vom Frischemarkt, wo Obst, Gemüse, frische Kräuter und Gewürze ausgelegt sind. Aber auch der Supermarkt Ihres Vertrauens bietet Inspirationen in “Sattgrün”.

Mit Musik geht Kochen besser
Übrigens, auf Spotify gibt’s eine Guten-Appetit-Playlist, die gleichzeitig für gute Laune und den richtigen Beat beim Rühren bietet: Hier findet sich ein Potpourri frischer und knackiger Familienhits allseits beliebter Sänger*innen und Gruppen, wie 3Berlin, Willy Astor, Volker Rosin, herrH, Hurra- und Karussel-Kinderlieder u. v. a. m. zu Spotify

Und los geht´s mit dem ersten Rezept:

Kompott meets Crumble

Fast jede/r hat das schon einmal erlebt: Das Obst liegt schon ein Weilchen rum … die Äpfel sind bereits ein wenig mürbe, die Schalen der Birnen werden langsam dunkler und eine einzelne Rhabarberstange gibt´s auch noch im Obstfach des Kühlschranks … – die perfekten Zutaten für einen Kompott!

Unser Rezept macht bestimmt auch Spaß, mit Kindern zusammen zu zubereiten. Wichtig, bei kleineren Kindern sollte immer ein Erwachsener bei jedem Arbeitsschritt mit dabei sein.

Und los geht es mit dem Kompott: Obst waschen, die Äpfel schälen, bei den Birmen die dunkleren Stellen wegschneiden, alles grob würfeln. Den Rhabarber waschen, abziehen und in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Alles mit etwas Wasser und Zucker (Vorsicht, nicht zu viel, lieber Zucker je nach Geschmack nach und nach zugeben) aufkochen und leise weiter köcheln bis das Obst fast weich ist. – Sie können natürlich auch nur Äpfel nehmen oder nur Rhabarber, je nach Obstvorlieben bzw. was der Obstkorb hergibt.

Danach sind die Crumble dran (s. bitte Rezept unten). Tipp aus Schottland: Dort wird gerne Apple Crumble als Nachtisch gegessen. Gekochte Äpfel in eine Dessertschüssel geben, Crumble oben drauf und dann noch etwas (flüssige!) Sahne drüber gießen (der Kompott sollte allerdings noch warm sein). Für die Erwachsenen gerne auch eine Tasse Kaffee dazu. Mmh lecker!

Rezept für Crumble (Zutaten für 4 Portionen):

  • 160 g Mehl
  • 65 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Msp. Zimt
  • 125 g weiche Butter

Backofen vorheizen auf 180 Grad.

Mehl mit braunem Zucker, Zimt und Salz in einer Schüssel mischen. Butter in Stücken zugeben (oder Butter in einem Topf bei geringer Hitze erwärmen). Dann mit den Händen kurz zu einem krümeligen Teig verkneten. Backpapier auf ein Backblech geben und den krümeligen Teig darauf verteilen. Blech auf mittlere Schieben stellen und dann 10 – 12 Minuten backen.

Wir wünschen allen – ob groß oder klein – einen guten Appetit!

Wer kocht denn hier eigentlich? Sehen Sie weiter unten …

… bzw. wer gibt denn hier ihren Senf* dazu?

Claudia Günther, verantwortliche Marketingmanagerin bei der Klüh Catering GmbH seit 2015, schnippelt, brutzelt und fotografiert für diesen Blog zur Abwechslung von zu Hause aus. Damit teilt sie nicht nur das Schicksal des Home-Office-Daseins mit Ihnen allen, sondern auch ihre Küchen-“Geheimnisse“. Kochen und Genießen aller Art gehören für Claudia Günther zur Lebensqualität. Siehe dazu auch den Info-Kasten. Sie liebt ihre vielseitigen Aufgaben bei Klüh Catering und freut sich natürlich wie Sie, wenn’s wieder zurück zum Genießen geht in netter Runde.

Ihren persönlichen Leitspruch, „Neue Wege entstehen beim Gehen“, praktiziert sie auf fast allen Ebenen des Lebens – wenn auch derzeit etwas verlangsamt und entschleunigt. Da sie von Natur aus entdeckungsfreudig und begeisterungsfähig ist, freut sie sich, sich mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, über Ihre Ideen, Rezepte und Tipps zu Cooking@Home auszutauschen. Den schönen Dingen zugewandt, wird sie mit Ihnen gemeinsam auch das Thema Gardening@Home in dieser Woche beleuchten. Was wäre schönes Essen ohne Gewürze und Kräuter oder gar Blumen auf dem Tisch? Dazu noch aus eigener Ernte? Sie brauchen nicht unbedingt glücklicher Gartenbesitzer zu sein. Denn Platz für Grünes und/oder Blumiges gibt’s auch auf der heimischen Fensterbank.

Sind Sie dabei? Haben Sie eigene Rezepte, Ideen, Anregungen – schreiben Sie uns gerne eine eMail an redaktion@news-catering.klueh.de. Claudia Günther beantwortet Ihre Nachrichten – und wenn Sie mögen und sie autorisieren, teilt sie Ihr Rezept (gerne mit Foto) auch auf diesem Blog.

*PS: Sie liebt Senf – am liebsten den „Historischen Senf“ aus dem Steintopf der „Historischen Senfmühlen Anno 1810 – Cochem/Köln“ zur Webseite Senfmühlen zu Fränkischer Bratwurst oder zur regionalen „Pleiserwalder Bratwurst“ …

Claudia Günther, Jahrgang 1964, ist leidenschaftliche Familien- und Hobbyköchin. Sie liebt es, in der Küche zu experimentieren und Neues auszuprobieren. Bevorzugt kocht sie mit Gemüse, Fisch und Pasta, genießt im Restaurant gerne die traditionelle deutsche Küche, wie etwa Rheinischen Sauerbraten mit Rosinensauce. Die studierte Geografin mit Schwerpunkt Naherholung und Tourismus, begeistert sich privat auch fürs Heimgärtnern und Umherreisen in deutschen Landen (was momentan nicht möglich ist) und schnappt dabei jede Menge Inspirationen für Küche und Beruf auf. Ihren starken Hang zu Kunst und Design kann sie seit einigen Jahren ebenfalls in ihren Job einfließen lassen – etwa im Rahmen von Dekorationen und Umgestaltungen für die zahlreichen Mitarbeiterrestaurants der Klüh Catering GmbH. Die gebürtige Düsseldorferin ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn, und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Bonn.