Tafeln in Saus und Braus’e’ oder: Cola trifft auf Fleisch

Das ist ja mal eine ganz verrückte Kombination, meinen Sie? Zugegeben – etwas unkonventionell und überraschend und dennoch: aufregend lecker!

Was aber passiert eigentlich, wenn das prickelnde Cola-Erfrischungsgetränk auf, sagen wir, Rindfleisch stößt? Nun, die u. a. in der Cola enthaltene Kohlensäure bewirkt auf Grund ihres niedrigen pH-Wertes, dass sich die Struktur des Fleischs verändert – es wird hierdurch schön zart und fast schon “butterweich”. Außerdem nimmt der Rinderbraten den Geschmack der Brause auf. Diese Melange aus Fleisch und Süßem oder vielmehr, dass der Braten den in dem Brausegetränk enthaltenen Zucker in sich aufnimmt – das erst macht die Kombination so unwiderstehlich. Wer eine Alternative zur Cola sucht: es geht auch mit O-Saft oder Zitronenlimonade, Hauptsache säurehaltig.

Diese raffinierte wie köstliche Rezeptidee “Geschmorter Cola-Rinderbraten mit karamellisiertem Rosenkohl und Semmelknödeln” stammt von unserer Kollegin Josefin Peil, Cateringmanagerin in Eisenhüttenstadt.

Geschmorter Cola-Rinderbraten mit karamellisiertem Rosenkohl und Semmelknödeln

Zutaten für 4 Personen

  • 1 kg Rinderbraten (Unterschale)
  • 0,25 L Cola
  • 1/2 EL Worcestersauce
  • 2 EL Balsamicoessig
  • 1/2 EL Salz
  • 1/2 EL Chilipulver
  • 1/2 TL Thymian
  • 1/2 TL Basilikum
  • 1/2 TL Oregano
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Pfeffer (schwarz)
  • 1/2 TL Kerbel
  • 1/2 TL Senfpulver
  • 2 EL Stärke

Rinderbraten zuerst mit einem Küchengarn umwickeln. Braten bleibt dadurch in Form, Schnittqualitätsverbesserung. Braten in einen Bräter setzen. Gewürze mischen, mit Worcestersauce und Essig verrühren und den Braten damit gleichmäßig übergießen/bepinseln. Cola rings um den Braten füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad ca. 30 min schmoren. Danach Hitze regulieren auf 150 Grad und den Braten weitere 3 Stunden schmoren lassen. Aus dem verbliebenen Sud mit Stärke eine Sauce ziehen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  • 500 g Rosenkohl
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • 0,25 L Gemüsebrühe
  • 2 EL Zucker

Frischen Rosenkohl putzen und halbieren. Zwiebeln schälen und fein hacken. Butter erhitzen und die Zwiebeln glasig anbraten, den halbierten Rosenkohl dazugeben und anbraten. Mit der Brühe ablöschen und leicht köcheln lassen, bis die Brühe eingekocht ist. Mit dem Zucker bestreuen und glasieren. Bei Verwendung von TK Rosenkohl, Brühe weglassen, Rosenkohl beim anbraten leicht salzen. Eventuell Köpfe im ganzen lassen.

  • 250 g Semmeln
  • 250 ml Milch
  • 2 Eier
  • 1 EL Butter
  • 1 Zwiebel (gewürfelt)
  • 2 EL Petersilie (gehackt)
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Milch, Eier und Gewürze verquirlen, über die Semmelwürfel gießen, vermengen, ca. 20 min ziehen lassen. Inzwischen Zwiebeln fein hacken und in Butter glasig dünsten. Etwas abkühlen lassen und über die Semmelmasse geben. Petersilie untermischen. Alles gut vermengen. Mit feuchten Händen 8 Knödel formen, dabei die Masse gut andrücken und außen glätten, damit sie später nicht zerfallen. Dämpfeinsatz und Wasser in einen gut schließenden Topf geben, Knödel drauf setzten und ca. 30 min im heißen Dampf garen.

Guten Appetit!

Eine Stadt unter Denkmalschutz

Eisenhüttenstadt an der Oder

Denkmalgeschützter Innenstadtbereich

Gaststätte Aktivist im denkmalgeschützten Innenstadtbereich

Eisenhüttenstadt ist pure Architekturgeschichte – und dazu auch noch besonders interessant. Sie ist die einzige Stadt in Deutschland, die nach dem Ende des 2. Weltkrieges komplett neu gegründet wurde. Die Entscheidung hierzu wurde im Jahr 1950 getroffen. Bereits ein Jahr später stand hier auch schon der erste Hochofen, 5 weitere sollten noch hinzu kommen, wichtige Bausteine des Eisenhüttenkombinates Ost (EKO), dem weitere, wie bspw. ein Walzwerk, im Verlauf der Zeit folgten. Auch heute ist das Stahlwerk in Eisenhüttenstadt geprägt von hoher Leistungs- und Produktionsstärke und Teil des international größten Herstellers von Stahl, der ArcelorMittal-Unternehmensgruppe.

Nun aber zurück zur Architektur: Vom Stil her knüpfen manche Gebäudekomplexe an den Neoklassizismus an, der sich wiederum an den Stilelementen der griechisch-römischen Baukunst orientiert. Manche Häuser tragen Säulenhallen als Vorbau, es herrschen klare Linien vor und eine symmetrische Gliederung der Gebäudefassaden. Dadurch, dass die Häuser nicht in Reihen, sondern in Blöcken angeordnet sind, gibt es begrünte Innenhöfe, die man durch torartige Durchgangsbögen erreicht.

Als größtes Flächendenkmal Deutschlands stehen einige Wohnkomplexe sowie weitere Gebäude der Stadt unter besonderem Schutz.

Wer weiter in die Vergangenheit zurückreisen möchte, dem empfiehlt unsere Kollegin Josefin Peil, das südlich von Eisenhüttenstadt gelegene Zisterzienserkloster Neuzelle mit seinem wunderschönen barocken Terrassengarten aufzusuchen.

Wo Mittelalter, Barock und Moderne zusammentreffen – das Kloster Neuzelle

Die Geschichte des Klosters Neuzelle geht auf das Mittelalter zurück, seine heutige Gestalt erhielt es allerdings im Barockzeitalter. Dass die Klosteranlage mit der Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt, die gleichzeitig auch Wallfahrts- und Pfarrkirche ist, wieder über ein lebendiges Klosterleben verfügt, ist den Zisterziensern der Abtei Stift Heiligenkreuz in Österreich sowie dem Bischof von Görlitz zu verdanken: Zum 750 jährigen Jubiläum von Neuzelle sollte das Kloster im Jahr 2018 wiederbesiedelt werden. Heute gibt es wieder einen mehrere Ordensbrüder umfassenden Konvent.

Neuzelle gehört mit seinen prachtvoll ausgestatteten Kirchen, dem Kreuzgang und seinen wertvollen Kunstschätzen zu den bedeutendsten Barockdenkmälern Nord- und Ostdeutschlands weitere Impressionen des Klosters

Brandenburgs schönstes Bachtal

Ein fast schon urwüchsiges Naturparadies ist das schöne Schlaubetal. Entlang des Schlaubetal-Wanderwegs findet man Ruhe und Erholung. Die Schlaube durchfließt Wälder, Wiesen, Moore und Seen. Viele Vogelarten, manche nur hier heimisch sowie einige Farn- und Orchideenarten, warten nur darauf entdeckt zu werden. Regionale Gaumenfreuden erleben hungrige Wanderer in einer der beliebten Mühlengaststätten, wie bspw. im Gasthaus Bremsdorfer Mühle. Schlaubetal Wanderweg