Klüh-Aktion am 20. August 2020

Wir ehren den “Tag der Limonade” mit einer bundesweiten Aktion in allen teilnehmenden Restaurants und Cafeterien. Freuen Sie sich auf herrlich erfrischende, hausgemachte Limonaden!

Das Klüh Catering-Aktionssymbol:

Limonaden, die nach Sommer schmecken 

Schon die alten Römer liebten Limonade. Hätten Sie’s gedacht? Dass die Limo oder auch das „Kracherl“, wie sie im süddeutschen Sprachraum genannt wird, schon die alten Römer als Erfrischung genossen haben? Zum Kracherl kommen wir später zurück – aber eine kleine Zeitreise zu den Römern sei hier erlaubt. Die Limonade der Römer hieß Posca und wurde aus kühlem Trinkwasser und einem Schuss Essig gemischt. Der Geschmack richtete sich nach Art und Dosierung des Essigs. Ihre Rezepte sind nicht überliefert. Dafür kommen die frühesten nieder geschriebenen Rezepte eines Limonaden-Vorläufers aus dem mittelalterlichen Ägypten: Kashab heißt das Getränk aus fermentierter Gerste, dem Minze, schwarzer Pfeffer und Zitronenblätter beigemischt wurden und das heute noch dort getrunken wird. Dort kommt erstmalig der Zitronengeschmack ins Spiel, der eine wichtige Rolle bei der Zusammensetzung und auch bei der Namensgebung der Limonade hat.

Die Premiere für Limonade im heutigen Sinn

Spanien gilt als das Land, von dem aus im 17. Jahrhundert die Erfrischung aus Mineralwasser, Zitronensaft und Honig in Mode kam. Von dort ging es weiter nach Frankreich an den Hof des Sonnenkönigs und wurde damit bald auch in Paris, der aufstrebenden Weltstadt, zu einem Mode- und Erfrischungsgetränk. Alte Stiche aus der Zeit zeigen, dass Händler mit tankähnlichen Flaschen auf dem Rücken in der Stadt unterwegs waren, um den Durstigen in den Parks und auf den Boulevards Limonade zu verkaufen. Wegen der großen Nachfrage wurde die Limonade dort zum ersten Mal im großen Stil verkauft und schaffte neue Arbeitsplätze, so dass eine eigene Gewerkschaft namens Compagnie de Limonadiers gegründet wurde.

Wie die Limonade nach Deutschland kam

Das französisch-elegante und frisch über die Lippen perlende Wort – samt köstlichem Getränk – „Limonade“, wurde schon im 17. Jahrhundert am Hofe zu Dresden übernommen. Auch hier begann der Siegeszug des Erfrischungsgetränks mit Zitronen, aber auch mit Rosen, Himbeeren, Zimt, Erdbeeren und Quitten.

Prickelndes Soda – vom Schweizer Uhrmacher

Jacob Schweppe, 1740 in Nordhessen geboren, in Genf in der Schweiz als Uhrmacher, Silberschmied und Juwelier tätig, brachte 1780 mit seiner Technik, erst Wasser – und dann die Limonaden zum Sprudeln. Zunächst ließ er sich sein „Geneva System“ für medizinische Zwecke patentieren. Zusammen mit einem Mechaniker und einem Apotheker gründete er 1790 in Genf die erste Fabrik zur Herstellung von Sodawasser und expandierte nur 10 Jahre später nach London. Wegen anfänglicher Schwierigkeiten musste Jacob Schweppe die Geschicke des Unternehmens allein in die Hand nehmen und firmierte von da an unter Schweppe & Co.. Großen Ruhm erreichte Schweppes auf der ersten Weltausstellung in Paris, wo zu Werbezwecken eine riesengroße Fontäne im Londoner Hyde Park installiert wurde, und Millionen Menschen den Spirit und Spritz des Wassers mitnehmen wollten. Als er 1802 ausschied, ahnte er nicht, dass seine Marke „Schweppes“ bis 2006 weltweit führend unter den Soda- und Limonadenherstellern sein würde.

Amerika – das Land der alkoholfreien Limo

Mit den europäischen Immigranten schwappte die Limowelle im 18. Jahrhundert über auf begeisterte Amerikaner. Denn im Land der unbegrenzten Möglichkeiten war Alkohol bis Ende des 19. Jahrhunderts strikt verboten – und die Limonade eine willkommene Alternative.

Rosa Brause – Verkaufsschlager im Zirkus des 19. Jahrhunderts

Die Geschichte des Limonaden-Siegeszuges dreht dann auch eine wichtige Runde im Wanderzirkus. 1879 wurde dort der Ausschank der ersten rosa Limonade aktenkundig festgehalten. Ob es sich dabei um ein rot gefärbtes Zimtbonbon handelte, dass ein Arbeiter versehentlich in einen Limonadenbehälter fallen ließ, gehört zur Legendenbildung. Aber die rosa Färbung unter dem Namen „Erdbeerlimonade“ soll so reißenden Absatz gefunden haben, dass kein Zirkus von Rang  mehr ohne rosa Limonade im Angebot auskommen konnte.

So und jetzt noch zum: Kracherl

Vielleicht ist dem einen oder anderen von Ihnen schon mal dieses Wort im Zusammenhang von Limonaden begegnet? Dann war das im bayerisch-österreichischen Sprachraum. Die lautmalerische Analogie ist darauf zurückzuführen, dass bis weit in 20. Jahrhundert hinein, der Verschluss auf der Limo-Flasche eine gläserne Kugel mit Gummidichtung war. Beim Öffnen der Glaskugel mit dem Daumen entstand dieser köstliche Ton des „Plopp“, der dem Getränk zu seinem Namen „Kracherl“ verhalf.

Limonade heute – DIY zurück zur Natur

Limonade – der Inbegriff für Sommerfrische: fruchtig-säuerlich, spritzig, heiß geliebt und eisgekühlt. Mit unseren Rezepten wollen Sie künftig Limonade nur noch selber machen, denn die ist fruchtig, erfrischend, enthält nur natürliche Zutaten und ist ganz einfach schnell gemacht. Ihrer Kreativität und Ihrem Geschmack sind dabei keine Grenzen gesetzt. Machen Sie diesen Sommer zu Ihrem spritzigen Hit!

Rezepte für zu Hause

Zitronenlimonade

Für einen Liter Limonade brauchen Sie:

  • 5 Zitronen
  • 80 g Zucker
  • Mineralwasser Sprudel
  • Eiswürfel
  • 50 g Zitronenzeste
  • Zitronenscheiben zur Dekoration
  • Eiswürfel

Zubereitung:
Kochen Sie zuerst etwa 100 ml Wasser auf und rühren Sie anschließend den Zucker hinein bis dieser sich aufgelöst hat. Gießen Sie die Zuckerlösung dann in eine große Glaskanne. Pressen Sie nun die Zitronen aus, geben Sie den Saft ebenfalls in die Glaskanne und rühren Sie alles um. Füllen Sie anschließend die Kanne mit kaltem Sprudelwasser auf (etwa 750 ml). Stellen Sie die Limonade in den Kühlschrank und lassen Sie diese etwas abkühlen bevor Sie sie trinken. Zitronenzeste und Scheiben als Garnitur in die Glaskanne geben.

Flavour:
Um der klassischen Limonade einen zusätzlichen speziellen Geschmack zu geben können Sie folgende Zugaben dazugeben: Ginger Limonade > 50 g frisch geriebener Ingwer.

Basil Limonade:
50gr frischer Basilikum in 5dl Wasser sieden lassen. Danach das Basilikumwasser abkühlen lassen. Zum Schluss 20 g frische Minze in die Limonade legen.

Granatapfel-Limonade

  • 5 Limetten
  • 300 ml Granatapfelsaft
  • 4 El Granatapfelsirup
  • 1 Granatapfel
  • 7,5dl Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 1 Bund frische Minze
  • Crushed Ice

Limetten auspressen Granatapfelsaft und -sirup miteinander verrühren, Limettensaft unter­mischen. Granatapfel halbieren, Kerne herausklopfen und auf­fangen. Granatapfelkerne auf die Gläser verteilen, Saft-Sirup-Mischung ebenfalls auf die Gläser verteilen. Mit Mineralwasser auffüllen und im Kühlschrank kühlen. Mit einem Minzstiel dekorieren.