Spiel, Spaß und Sport im Hamburger Stadtpark

“Der Hamburger Stadtpark, der größte Park in Hamburg, ist für mich deswegen mein Lieblingsort, weil für alle was dabei ist. Familien können mit ihren Kindern einen der größten Spielplätze in Hamburg besuchen, mit dem gleichzeitig auch größten Kinder-Planschbecken Hamburgs. Single und Paare allen Alters treffen sich auf einer riesigen Wiese am See zum Picknick, zum Grillen und Sport treiben, oder gehen einfach nur spazieren. Außerdem kommt man an vielen kleinen Cafés zum Eisessen vorbei”, sagt unser Kollege Björn Eggers, Betriebsleiter im Mitarbeiterrestaurant “Beamstop” der Firma European XFEL in Schenefeld – nordwestlich von Hamburg gelegen.

Vom Volksgarten zum Volkspark

Der Hamburger Stadtpark liegt im Norden der Stadt, genauer: im Stadtteil Winterhude. Hier, an den Ufern der Alster entlang, stehen schöne Villen aus dem 19. Jh. Besonders charakteristisch sind jedoch die Kanäle, die zu Kanutouren einladen – und eben der große Stadtpark, ein großartiges Zeugnis der sogenannten Volksparkbewegung, die zu Beginn des 20. Jh. Fahrt aufnahm. Dem Hamburger Stadtpark fällt die besondere Ehre zu, eine wesentliche Rolle in der Entwicklung städtischer Grünanlagen nicht nur Deutschland, sondern auch international, gespielt zu haben – er setzte Maßstäbe auf dem Gebiet der Gartenarchitektur und der Stadtplanung.

Der Volkspark entstand quasi als Gegenpol zum Volksgarten. Ging es beim letzteren noch um das besinnliche Flanieren in einem Park, dessen Vorbild der englische Landschaftsgarten war, stand beim Volkspark die naturnahe Freiraumgestaltung im Vordergrund; hier sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, wo die städtische Bevölkerung ihren Bedürfnissen nach Bewegung und Spiel nachgehen konnte. Ganz typisch für den Volkspark sind große, zentrale Sport- und Spielflächen mit einem reduzierten Wegenetz, wo sich auch einmal Trampelpfade entwickeln durften. Die Begründer der Volksparkidee hatten auch die oftmals ungünstigen Folgen der Industrialisierung im Hinterkopf: vor allem die “einfachen Arbeiter” und ihre Familien, die mit sehr beengten Wohnraumverhältnissen und mangelnder Hygiene zu kämpfen hatten, sollten im Park Freiraum für Erholung sowie Sport- und Spielwiesen vorfinden. Der Hamburger Stadtpark gestern und heute

Weitsicht und Tatkraft

Hamburg verdankt diesen schönen und weitläufigen Park einem sehr klugen und aktiven Baudirektor, der zu Beginn des 20. Jh. die architektonische und städtebauliche Entwicklung Hamburgs in moderne Bahnen lenkte: Fritz Schumacher förderte nach Kräften u. a. die neuzeitlichen Backstein-Bauwerke; unter seiner Leitung entstand – um nur ein Beispiel von ganz vielen zu nennen – das Kontorhausviertel im südöstlichen Bereich der Altstadt mit 10geschossigen Kontorhäusern. Heute gehört der zentrale Teil des Kontorhausviertels zusammen mit der benachbarten Speicherstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe der Menschheit.

Das Chilehaus (ist ein in den 1920er Jahren erbautes Kontorhaus im Hamburger Kontorhausviertel)

Hamburg kulinarisch

Ein typisch norddeutsches Gericht stellt uns unser Kollege Björn Eggers vor: “… für mich neben dem Matjesbrötchen der Hamburger Pannfisch. Klassischerweise ist es ein Gericht, welches mit drei kleinen verschiedenen Fischfilets, Bratkartoffeln und Senfsoße angerichtet wird.” Sein Rezept zum Nachkochen für Zuhause finden Sie weiter unten.

Rezept: Hamburger Pannfisch

  • 60 g Seelachs
  • 60 g Kabeljau
  • 60 g Schellfisch
  • 250 g geschälte Kartoffelscheiben
  • 20 g Speckwürfel
  • 10 g Zwiebeln
  • 10 g Butter
  • 40 g Mehl für Soße und mehliertem Fisch (50/50)
  • 80 ml klare Brühe
  • 30 g körniger Senf
  • 40 ml Schlagsahne
  • Salz/Pfeffer

Die verschiedenen Fischsorten würzen, mehlieren und dann in einer Pfanne anbraten. In einer separaten Pfanne aus Zwiebel Würfel, Speck und Kartoffelscheiben Bratkartoffel zubereiten. In einem Topf eine Mehlschwitze herstellen und mit Brühe, Sahne, körnigem Senf, Sahne ablöschen. Fertig!

Wir wünschen guten Appetit!