Über die Zertifizierung der Betriebsverpflegung

Die Welt ist im Wandel – nicht erst seit Corona. Wir sind vernetzter, globaler und digitalisierter. Wir sind informierter, selbstbestimmter und auch fordernder geworden. Das gilt zum Beispiel für den Bereich Lebensmittel und Essen. Kochsendungen boomen nach wie vor, wir fragen uns immer häufiger, wo unsere Nahrung eigentlich herkommt, bestimmen mit Bio und Slow Food selbst, was wir zu uns nehmen.

Links, rechts, geradeaus?

Entsprechend informieren wir uns auch mehr über das, was uns guttut und die Möglichkeiten einer ausgewogenen Ernährung. Zugegeben, das ist nicht immer einfach. Es gibt eine Flut von – oftmals auch gegensätzlichen – Informationen, und selbst die Forschung muss manche Erkenntnisse revidieren, wie zum Beispiel den Spinat-Irrtum: statt der angenommenen 35 Milligramm enthält er „nur“ 3,5 Milligramm Eisen pro 100 Gramm. Das ist immer noch ein guter Wert und ändert nichts daran, dass Spinat ein sehr gesundes Gemüse ist. Trotz des Rechenfehlers, der wohl dem Physiologen Gustav von Bunge 1890 unterlaufen ist, sind offizielle Ernährungsempfehlungen tausendmal sinnvoller als dubiose Tipps aus dem Internet zu Diäten & Co.

JOB&FIT-Zertifizierung

Zu den seriösen und glaubwürdigen Publikationen gehört unter anderem der „DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung“, der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) herausgegeben wurde. Er stellt die grundlegenden Weichen für eine optimierte Verpflegung am Arbeitsplatz, die heutzutage wie Arbeitsschutz, Stressmanagement oder Bewegung zur betrieblichen Gesundheitsförderung in zahlreichen Unternehmen zählt. Die DGE bietet Betriebsrestaurants die Möglichkeit, das Angebot einer vollwertigen Verpflegung auszeichnen zu lassen – mit der JOB&FIT- oder der JOB&FIT-PREMIUM-Zertifizierung.

Klare Vorgaben

Eins vorweg: der DGE-Qualitätsstandard ist kein restriktiver Ansatz, es werden weder Lebensmittel beziehungsweise Lebensmittelgruppen ausgeschlossen noch Verbote ausgesprochen. Die Zertifizierung sichert die Qualität des Speisenangebots im Betriebsrestaurant. Dazu müssen unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Speisenplanung und Zubereitung erfüllt werden. So sollte ein ovo-lacto-vegetarisches Gericht, also ein Gericht ohne Fleisch, Fleischprodukte und Fisch, täglich im Angebot sein, das saisonale Angebot genauso wie kulturspezifische, regionale und religiöse Essgewohnheiten berücksichtigt werden. Hinsichtlich der Zubereitung geht es darum, möglichst fettarm zu kochen und frittierte oder panierte Produkte maximal zweimal in fünf Verpflegungstagen anzubieten. Für die Zubereitung von Gemüse und Kartoffeln sollen nährstofferhaltende Garmethoden wie Dünsten, Dämpfen oder Grillen genutzt und zum Würzen frische oder tiefgekühlte Kräuter bevorzugt werden. Es gibt noch weitere Punkte, die zum Beispiel Warmhaltezeiten und Temperaturen betreffen oder auch die Sensorik (Aussehen, Geschmack, Konsistenz), denn sie entscheidet über die Akzeptanz des Essens und beeinflusst unser Ernährungsverhalten dauerhaft.

Wir helfen gern

Wir von Klüh Catering stehen unseren Betriebsrestaurants in allen Fragen rund um die DGE-Vorgaben zur Verfügung und unterstützen die notwendigen Maßnahmen. An alle Currywurst- und Gyros-Fans: Keine Sorge! Auch ein von uns zubereitetes Gyros könnte, unter Berücksichtigung ausgewogener Menükomponenten, durchaus in der zertifizierten Menülinie zu finden sein. Und – die klassischen Lieblingsgerichte können auch weiterhin im Betriebsrestaurant serviert werden.

Wir streben eine JOB&FIT-Zertifizierung für unsere Mitarbeiterrestaurants z. B. beim HDI in Düsseldorf, Dortmund und Nürnberg an. Solange, d. h. für die Übergangszeit bis zur erreichten, offiziellen Zertifizierung durch die DGE, ist das gesundheitsfördernde Angebot an diesem Symbol erkennbar:

Nach erreichter Zertifizierung wird dieses Symbol gegen das offizielle der Deutschen Gesellschaft für Ernährung getauscht: