Snackification

Merken Sie sich bitte dieses Zauberwort für unsere neue Ess-Kultur … Wir bei Klüh Catering setzen gerne auf Snackification, diesen neuen Trend, der nicht nur köstlich, leicht, bekömmlich und gesund ist, sondern auch sehr abwechslungsreich. Die Quadratur auf Ihrem Tellerrund?  Ein bisschen schon: Denn ein Snack soll appetitlich aussehen, verführerisch duften wie schmecken und glücklich machen! Eine köstliche Herausforderung, der wir uns auch bei Klüh Catering gerne stellen. Die moderne Arbeitswelt mit ihren agilen und flexiblen Arbeitsstrukturen bringt diese kleine Revolution hervor. Tschüss Frühstück, Mittag- und Abendessen – her mit den kleinen Mahlzeiten mit den leckeren Kleinigkeiten, die man/frau über den Tag verteilt, genießen kann, wenn der Appetit kommt. Während bis vor Kurzem beim Wort Snack etwas Verbotenes mitschwang, weil man damit eher Chipstüte und Peanuts vor dem Bildschirm verband, erlebt der Begriff durch Snackification à la Hanni Rützler einen erfreulichen Wandel.

Snackification bei Klüh
In den kommenden Blog-Beiträgen möchten wir Ihnen unsere Vorstellung von Snackification präsentieren.  Sie ist Bestandteil unserer Produktlinie „Handgemacht und Frisch“ und erfreut sich steigender  Nachfrage – auch bei unseren Tischgästen. Denn ein Snack ist ein wunderbarer Stress-Hemmer, der mit Frische, Knackigkeit und interessanten Geschmackserlebnissen aus aller Welt punktet – zum Beispiel wie hier und heute mit der Dattel.

Eine der ältesten Früchte der Welt

Schon der botanische Name der Dattelpalme – Phoenix daktylifera – klingt so märchenhaft wie der berühmte Vogel Phönix, der, als er gestorben ist, aus der Asche wie neu geboren wieder aufsteigt. Das melodische Wort „Daktylifera“ gibt den Griechischen Dactylos, den Finger, wider. Damit ist die lang gestreckte Form der Frucht gemeint.  In seiner Mitte befindet sich ein Kern, der an der Längsseite eine Kerbe aufweist. Altbabylonische Abbildungen belegen, dass Dattelpalmen schon vor über 5 Tausend Jahren in Ländern mit hoher Trockenheit am Persischen Golf heimisch waren. Ihre Früchte, die Datteln, ernährten Menschen und Tiere in den unwirtlicheren Regionen. Nicht zuletzt durch die Märchen aus 1001 Nacht, beflügeln Dattelpalmen die Phantasie der Menschen, mit der sie zu den Oasen der endlosen, sandigen Wüsten schweben zu den imaginären Klängen des Orients.

Datteln – das Brot der Wüste

Bei den Wüstennomaden Nordafrikas sind Datteln immer noch eines der wichtigsten Lebensmittel. Sie sind nicht nur lange und unproblematisch haltbar. Sie sind von angenehm weicher Konsistenz, saftig und leicht verdaulich und selbst bei großer Erschöpfung leicht zu essen. Nicht nur, bevor man mit der Arbeitskarawane weiterziehen muss.

Kein Wunder, dass diese märchenumwobene und kleine Wunder vollbringende Frucht als eine der ersten von unseren Vorfahren weit vor unserer Zeit kultiviert wurde. Allerdings beanspruchte dies sehr viel Sorgfalt und Kenntnis, denn die Dattel ist eine diözische Pflanze. Ähnlich wie die Kiwi ist sie entweder männlich oder weiblich und trägt daher weibliche oder männliche Blüten, die durch den Wind bestäubt werden müssen. So muss man in einem Palmenhain gleich viele weibliche fruchttragende und männliche fruchtlose Bäume anpflanzen, um die Zauberfrucht ernten zu können. Da dieses komplizierte Befruchtungsverfahren den Oasenbewohnern als unwirtschaftlich und nicht berechenbar vorkam, trugen sie die männlichen Pollen zu den weiblichen Blüten.

Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 1500 katalogisierte Dattelsorten in unterschiedlichen Farben, Geschmacksrichtungen und Aromen, die an Mokka, Karamell, Nougat, Schokolade oder sogar Marzipan erinnern. Je nach Beschaffenheit des Fruchtfleisches werden Datteln in weiche, trockene und halbtrockene Sorten unterteilt. Wir in Westeuropa kennen Datteln hauptsächlich in getrockneter Form.

Unglaublich viele gesundheitliche Vorteile bei klitzekleinen Einschränkungen

Datteln enthalten mindestens 15 wichtige Mineralstoffe. Dazu gehört unter anderem Selen, wichtig für das Immunsystem. Dazu kommen 23 Arten von Aminosäuren und einige ungesättigte Fettsäuren. Datteln enthalten auch große Mengen von Kalzium, Magnesium und Eisen. Bei so vielen positiven Eigenschaften gelten Datteln in vielen Studien als eine nahezu ideale Nahrungsquelle. Lediglich beim hohen Zuckergehalt heißt es aufzupassen. Ebenso der hohe Wasserverbrauch für eine reiche Ernte in den Dattelpalmen-Kulturen muss bei allem Lob der Dattel im Hinterkopf behalten werden.

NUR 3 Datteln pro Tag – der Dattel wird folgendes zugeschrieben:
  1. Schneller Energieschub bei Unterzuckerung
  2. Verbesserte Verdauung und effektive Linderung von Darmbeschwerden
  3. Stärkung des Immunsystems
  4. Hemmung von Entzündungen
  5. Steigern der Gehirnleistung
  6. Natürliche Beruhigung und Schlafförderung
  7. Hilfreich bei Gewichtsabnahme – aber nur,
    wenn man nicht mehr als 3 Datteln pro Tag isst – ansonsten können Datteln wegen ihres hohen Zuckeranteils auch leicht das Gegenteil bewirken. Voraussetzung für all‘ diese positiven Wirkungen: Auswählen von frischen prallen Früchten mit weichen, gleichmäßigen Formen. Getrocknete Früchte können sechs bis acht Monate an einem Ort in einem gut verschlossenen Behälter oder bis zu einem Jahr im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Lust auf Datteln? Hier nun unser Rezept:

Tajine mit Hokkaido-Kürbis, Kichererbsen und Datteln

  • 2 Stück Hokkaido-Kürbis (ca. 1,2 kg)
  • 2 Ds. Kichererbsen (gut 500 g – Abtropfgewicht)
  • 1 1/2 EL Kokosöl
  • 1 große Zwiebel (oder fast 2 Handvoll geschnittene TK Zwiebeln)
  • 1 TL Ingwerpaste
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL gem. Koriander
  • 1 TL gem. Fenchel
  • 1 TL gem. Zimt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 6 große halbgetrocknete Datteln (ca. 130 g)
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • Saft 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer

Hokkaido-Kürbis abwaschen, von den Strünken und Stielen befreien, vierteln und die Kerne mit einem großen Löffel ausschaben. Danach das Kürbisfleisch in Würfel schneiden (beim Hokkaido-Kürbis kann die Schale mit gegessen werden).

In einer Tajine oder in einem großen Topf Kokosöl erhitzen. Zwiebel schälen, würfeln und in den Topf geben und andünsten. Die Ingwerpaste dazugeben. Danach Paprikapulver, Korianderpulver, Fenchel und Zimt dazugeben, kurz anschwitzen. Tomatenmark hinzufügen und dann mit der Gemüsebrühe aufgießen. Die Kürbiswürfel hinein geben und alles gut umrühren. Ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Danach die Kichererbsen und die klein geschnittenen Datteln dazugeben und nochmals 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend Zitronensaft hineingeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Toll für einen gelungenen Start in den kulinarischen Herbst!

Guten Appetit!