Schon gehört? Der 20. Oktober ist der Internationale Tag der Köchinnen und Köche. Den gibt es sogar schon seit 2004. Wir finden, eine gute Idee, die Menschen, die in unseren Restaurants Leckeres wie Gehaltvolles zaubern, in den Mittelpunkt zu stellen. Vergessen wir nicht: Kochen ist Handwerk. Hinter jedem Gericht stehen Menschen, die es zubereitet haben. Auch sie sind Helden des Alltags, die nicht nur Applaus und Aufmerksamkeit verdient haben, sondern vor allem unser genüssliches Lippenbekenntnis: „Das war wieder köstlich“.

Sehr wahrscheinlich geht das Datum zurück auf die Gründung der World Association of Chefs Societies (WACS – zu deutsch: Weltbund der Kochverbände, häufig auch Weltkochverband) im Oktober 1928 in Paris, der Stadt der Genüsse. Der Weltkochverband versteht sich als eine unpolitische, berufsorientierte Organisation, die ihre Kochlöffel für die Erhaltung und die Verbesserung der kulinarischen Normen in den Küchen der Welt hochhält. Er setzt sich für die professionelle Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder ein.

Wie zelebrieren wir diesen Ehrentag?

Der Verband möchte unser Bewusstsein schärfen für die Leistungen und Verdienste aller Männer und Frauen, die professionell in den Küchen dieser Welt tätig sind, die uns mit ihren Speisen nicht nur bestens nähren, sondern uns auch zu einem sinnlichen Vergnügen verhelfen. Einen solchen Tag begehen wir am besten, unseren Köchen die Ehre zu erweisen, in seinem Restaurant zu speisen und ihn so gebührend zu feiern. Auf Abstand mit dem angesagten AHA – versteht sich in dieser Zeit. Dennoch möchten wir so unsere Solidarität und Wertschätzung zeigen.

Dieses Jahr steht übrigens unter dem Motto: Healthy Food for the Future.
Gesunde Lebensmittel für die Zukunft.

„Wir von Klüh gratulieren allen Köch*innen in unseren Restaurants und Krankenhaus- und Seniorenhausküchen sehr herzlich zu ihrem Ehrentag: Danke für Ihr Engagement, uns täglich gutes Essen, neue Zubereitungen, feine Aromen und jede Menge Gutes für die Gesundheit auf den Tisch zu bringen. Danke für die Bandbreite an Geschmacksmöglichkeiten, die Sie immer neu zaubern, mit dem Anspruch, dass etwas serviert wird, das zugleich köstlich und sehr schmackhaft ist,“ sagt Ihnen hier in unser aller Namen der Blogger dieses Blogs – Thorsten Greth, Geschäftsführer der Klüh Catering GmbH.

Zwei Klüh-Köch*innen lassen Sie über die Schulter schauen

Kommen Sie heute mit in die Küche von Oliver Peters in Berlin – und später zu Birgit Klaus in Leipzig – die über ihren Beruf, ihre Herausforderungen mit Corona und ihre Wünsche für eine geschmackvolle Zukunft berichten.

Oliver Peters

Betriebsleiter des Restaurants “Cook 26” bei der IDEAL Versicherung in Berlin. Er berichtet über seine Begeisterung für seinen Beruf, die Herausforderungen von Corona und die der Digitalisierung.

Was begeistert Sie an Ihrem Beruf?
Oliver Peters: Ich möchte meinen Gästen während ihrer Pause ein kulinarisches Highlight bieten, sie verwöhnen und es ihnen ermöglichen, sich in ihrer Pause zu entspannen und abschalten zu können.

Wann fing die Begeisterung für Ihren Beruf an?
Oliver Peters: Mein Opa hat immer gesagt: „Werde Koch, dann hast du immer was Gutes zu essen und du hast es immer warm“. Ich habe dann ein Praktikum als Koch gemacht und habe gemerkt, genau dieser Beruf gefällt mir.

Wie war Ihr Werdegang?
Oliver Peters: Gelernt in Berlin, eineinhalb Jahre Schweiz, ein Jahr Marine, dann 15 Jahre 4- und 5-Sterne-Hotellerie, dann für verschiedene Bundesministerien in der Küche. Ab dem 1.1.2020 durfte ich das Mitarbeiterrestaurant bei der Ideal Versicherung als Betriebsleiter eröffnen und führen. Seit dem 4. November 2019 gehöre ich zum Klüh Catering-Team.

Wie sieht Ihr kulinarisches Angebot momentan aus?
Oliver Peters: Wir haben ein umfangreiches Frühstücksangebot, das Mittagsangebot umfasst: Suppe, drei Menülinien, Dessert.

Wie ist das Ess-Verhalten Ihrer Gäste in Coronazeiten?
Oliver Peters: Das Essverhalten ist ähnlich geblieben. Allerdings ist es schwerer zu planen, da auch sehr viele Tischgäste immer noch im Homeoffice sind. Auch der Small Talk mit den Gästen fällt mit Gesichtsmaske derzeit schwerer, ist aber möglich.

Was kommt besonders gut bei Ihren Gästen an?
Oliver Peters: Die freundliche und herzliche Art unserer Mitarbeiter. Sie haben immer ein nettes Wort oder ein offenes Ohr für unsere Gäste, was deren Wünsche oder Anregungen angeht. Wir hatten auch das große Glück, dass wir auch zum Höhepunkt der Pandemie weiter für unsere Gäste da sein konnten und sie kulinarisch verköstigen durften. Wir hatten keine Betriebsschließung.

Wie managen Sie die erhöhten Anforderungen zur Einhaltung der AHA-Regeln?
Oliver Peters: Wir halten uns an alle geforderten Maßnahmen wie Abstandsmarkierungen, Acrylglas, Aufsteller, Banner und vieles mehr.

Kommen die Tischgäste noch in den Gastraum zum Speisen oder eher nicht?
Oliver Peters: Unsere Gäste kommen noch immer sehr gerne und zahlreich in unser Betriebsrestaurant namens Cook 26. Der Gastraum ist gemütlich und gut besucht. Alles selbstverständlich im Rahmen der gesetzlich geforderten Maßnahmen und der geforderten Maßnahmen unseres Unternehmens, der Firma Klüh. Es wird alles eingehalten.

Welche Erfahrungen machen Sie mit der Klüh-Catering App und mit dem Thema Digitalisierung in Ihrem Arbeitsbereich im Allgemeinen?
Oliver Peters: Die Catering App ist ein sehr gutes Tool für unsere Gäste. Es ermöglicht ihnen, auch von zu Hause schon zu sehen, was heute im Tagesangebot ist oder welche Aktionen gerade im Betrieb laufen. Es vereinfacht vieles für unsere Gäste, da sie auch bewerten können, was sie gegessen haben. Das ermöglicht, eventuelle Kritik oder Anregungen gut zu platzieren. Die Digitalisierung ist Segen und Fluch zugleich: sie vereinfacht sehr, sehr viel, schafft aber auch mehr Herausforderungen, welche gemeistert werden wollen.

Gibt es momentan Tagesaktionen? Welche? Und wie ist die Akzeptanz bei Ihren Gästen?
Oliver Peters: Wir bieten Gesundheitstage an, wo z. B. BIA-Messungen durchgeführt werden (Bioelektrische Impedanz-Analyse, Anm. d. Redaktion) und auch die Menülinie auf diese Aktion angepasst ist. Wir haben Aktionen, an denen wir frisch gepresste Säfte und Smoothies anbieten.  Wir haben einen Jahresaktionskalender, bei dem wir einmal pro Monat innerhalb einer Woche außergewöhnliche Speisen kochen, welche sonst nicht unbedingt in einem Betriebsrestaurant angeboten werden. Wir grillen live für unsere Gäste oder bieten verschiedene zusätzliche Tagesessen an. Bei unseren Gästen finden diese Aktionen guten Anklang, da es immer anders ist als gewöhnlich. Das unterscheidet Klüh von anderen Caterern. Abwechslung wird bei uns groß geschrieben.

Welche Botschaft ist Ihnen persönlich in unserem Blog-Beitrag zum Thema „Koch-Sein in Corona-Zeiten“ wichtig?
Oliver Peters: Trotz oder gerade wegen dieser schweren Zeiten wünsche ich mir persönlich sehr, dass wir weiter mit Spaß und Freude unseren Arbeitstag meistern. Dass wir uns alle dieser großen neuen Herausforderung stellen und mit Elan weiter unsere Gäste glücklich machen.

Fotos oben und Page Header-Foto: Lennard Krätzel.
Alle übrigen Fotos: Silke Steinraths Photography.