Brainfood – Nahrung mit Köpfchen für’s Gehirn

Der Nürnberger Trichter hat sich leider als wertlos erwiesen, um unserem Gehirn – ganz ohne Anstrengung – Wissen von oben ganz einfach einzutrichtern. Auch wenn wir unser Essverhalten ändern, steigt dadurch der IQ nicht. Der Intellekt wird nämlich durch unsere Gene, Erziehung und Bildung bestimmt. Aber an dem alten Spruch „Weisheit mit Löffeln essen“ ist etwas dran. Brainfood ist eine der Antworten, wenn es um eine gesunde, geschmackvolle Lebensweise geht und nicht nur ein Schlagwort in den Medien.

Was ist Brainfood?

Ganz einfach: Nahrung für unser Gehirn – mit den richtigen Lebensmitteln, die Nährstoffe und Substanzen enthalten, die zur Unterstützung der Gehirnfunktionen wichtig sind. Dazu gehören u.a. die Bildung der Neurotransmitter (Botenstoffe), die Regelung und Produktion von zahlreichen wichtigen Hormonen sowie das Wachstum, der Erhalt und die Aktivität der Nervenzellen selbst. Gesundes Essen wirkt sich positiv auf den ganzen Körper und die Seele aus.

Was tut es Gutes?

Mehr Motivation, Konzentration, Logik und ein waches Gedächtnis lassen sich durchaus mit dem richtigen Brainfood füttern. Wir von Klüh setzen uns mit den Gesundheitstrends und Bedürfnissen unserer Kund*innen auseinander und setzen bewusst eine gesunde, förderliche und wohlschmeckende Küche in unseren Betriebsrestaurants um. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit tollen Gerichten, die richtig lecker sind, aktiv und gut gesättigt über den (Arbeits)Tag kommen.

Warum bringt Klüh Brainfood ins Spiel?

Wir starten in den Restaurants der Region Dresden vom 19. bis 23. Oktober 2020 mit unseren Foodpartnern eine Aktionswoche zum Thema Brainfood. Dort zeigen wir, welche Speisen unser Gehirn konstant leistungsfähig erhalten. Und wir beweisen mit unseren Menüs, dass auch der Genuss nicht zu kurz kommt – egal, ob herzhaft oder süß. Damit auch alle unsere Leser*innen des Klüh-Blogs teilhaben können, haben wir für Sie hier die wichtigsten Erkenntnisse zusammengestellt. Rezepte als Inspiration, zum Mit- und Nachmachen gibt’s zum krönenden Schluss dazu.

Unser Gehirn – unsere energiehungrige Schaltzentrale

Wahrscheinlich haben sich die meisten von uns kaum Gedanken gemacht, dass unser Gehirn das energiehungrigste aller unserer Organe ist. Schließlich ist es unsere persönliche Schaltzentrale und es braucht mehr als 20 Prozent unseres täglichen Energiebedarfs. Im Gegensatz zu anderen Organen, Muskeln und Gewebe hat es keinen Speicherplatz für Energievorräte. Daher ist unsere Gehirnleistung abhängig von den Nährstoffen, die wir ihm zur Verfügung stellen. Diese werden ihm durch das Blut zugeleitet. Unser Gehirn ist aber in Punkto Stoffwechsel ausgesprochen wählerisch und deckt seinen Energiebedarf unter normalen Umständen (abgesehen von Fastenperioden oder ähnlichem) ausschließlich aus Glucose (Traubenzucker), welches der Körper z. B. durch stärkehaltige Lebensmittel zur Verfügung stellt. Logisch: was dem Gehirn als Schaltzentrale guttut, ist auch gut Körper und Geist.

Immer auf Sendung mit Brainfood

Unsere Hauptenergielieferanten sind Kohlenhydrate und Fette. Süßigkeiten und Fastfood aller Art sind aber trotzdem ungünstig. Die darin enthaltenden Fette sind in der Regel überwiegend gesättigt, und als Nervenbaustein nicht so begehrt wie ungesättigte Fettsäuren. Die schnell verfügbaren Zucker bringen nur den kurzen Energiekick, genauso schnell sind sie wieder verpufft mit dem Resultat: Sie fühlen sich schnell wieder ausgelaugt und müde. Greifen Sie lieber zu Lebensmitteln, die Zucker nur langsam ins Blut abgeben. Das Zauberwort sind komplexe Kohlenhydrate – die sind u.a. enthalten in Vollkornprodukten wie in Broten, Haferflocken oder braunem Reis sowie Hülsenfrüchten. Sie enthalten die notwendigen Kohlenhydrate, die langsam verdaut werden und das Gehirn im Gegensatz zu Süßigkeiten langfristig leistungsfähig machen.

Wir wollen Sie auf neue Geschmäcker bringen

Wir beweisen, dass Brainfood nicht nur gesund ist, sondern auch lecker. Sehr lecker sogar! Was halten Sie von einer unserer Dessertvarianten wie z. B. Cheesecake mit Rote Bete-Apfel-Würfeln und geröstetem Hanfsamen? Mhm? Yummy? Wie finden Sie dieses Hauptgericht? Grünkohl Quinoa Salat mit Raviolo, Hanfnüssen und Hüttenkäse? Oder was sagen Sie zu unserem Burger aus Quinoa und Chili mit geschmorten Tomaten und Shiitake Pilzen? Alle diese Zutaten gehören auf die Hitliste des Best of Brainfood: Beerenfrüchte, Nüsse und Samen, Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen oder Linsen, Vollkornprodukte und pflanzliche Öle.

Sie liefern für Körper, Köpfchen, Gedächtnis und Vitalität wertvolle Kohlehydrate, stecken voller Antioxidantien – die Stressabwehr für Gehirn und Gefäße. All das ist richtig und wichtig für unseren Körper und unsere Seele besonders in dieser Zeit, von der wir in diesem Moment nur eines wissen: dass uns ein anstrengender Winter bevorsteht. Aber wir werden diese Herausforderung gemeinsam mit Geschmack, Leckerheit und Freundlichkeit meistern. Versprochen.

Mit der Kraft der Nüsse Herausforderungen knacken

Eine gute Nachricht für alle, die ihr Gehirn und ihre Stimmung schnell wieder auf Trab bringen wollen: Nüsse und Beeren sind das ideale Brainfood. Mit ihren Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, Magnesium, Mineralstoffen, reichlich Vitamin B und vielem mehr stärken sie die Nerven. Insbesondere die sympathische Blaubeere ist eine wahre kleine Kraftkugel voller Vitamine und Mineralstoffe mit Breitbandwirkung auf das Gehirn und die Gesamtgesundheit – einfach: Superfood at its best. Die Banane gilt aufgrund ihrer Zusammensetzung als die Gute-Laune-Stifterin. Zusammengemixt mit Kaffee als Milkshake ein wahrer Muntermacher.

Grün-grün-grün gut für‘s Gehirn

Gemüsesorten wie Brokkoli, Spinat, Bohnen, Salate, Avocados – alles, was grün ist, stimuliert unser Gehirn mit vielen Vitaminen und schützen es Dank freier Radikale. Diese haben im richtigen Leben keinen guten Ruf. In unserem Körper erfüllen sie im Sinne der Ernährungswissenschaft eine wichtige Aufgabe in unserem Immunsystem und helfen unserem Körper dabei, eindringende Viren und Bakterien abzuwehren. Zusammen mit Omega-3-reichem Fisch, wie Lachs, werden grüne Beilagen zu wahren Energielieferanten für die Mittagspause.

Trinken für sprudelnde Ideen

Wenn Blumen die Köpfe hängen lassen, ist es ein Zeichen, dass sie mit frischer Flüssigkeit versorgt werden müssen. Genauso ist es bei uns. Ausreichend Flüssigkeit ist ebenfalls ein wichtiges Elixier beim Brainfood zur Steigerung unserer Konzentration. Dank ausreichend Flüssigkeit kann unser Blut die roten Blutkörperchen mit dem Sauerstoff und die Glucose (Traubenzucker) bis in die kleinsten Haargefäße unseres Gehirns transportieren. Damit kann es die notwendige Energie zum Denken erzeugen.

Nicht nur Menschen, die körperlich im Einsatz sind, brauchen ausreichend Flüssigkeit, um Leistung zu bringen. Erstes Getränk der Wahl sollte immer Mineralwasser sein, da null Kalorien und viele Mineralstoffe. Wer’s geschmackvoller mag, kann zu Kräuter-, Früchte- oder Grüntees greifen, aber auch Kaffee – in Maßen – ist als Flüssigkeitslieferant und Muntermacher durchaus eine Option.

Bewegung & die Power der Pause

Da die Gehirnzellen reichlich Sauerstoff benötigen, ist es wichtig, auch immer ausreichend frische Luft zu schnappen. Dazu reicht ein flotter Gang um’s Karree schon aus. Das regt die Durchblutung an und flutet Ihr Gehirn mit Sauerstoff – und das ganz ohne Kalorien. Laufen Sie der Müdigkeit und dem Nachmittagstief einfach davon.

Bewegung unterstützt nachweislich auch das Wachsen der Verbindungsstellen zwischen unseren Gehirnzellen (Synapsen) und so alle Lernprozesse und zwar bis in hohe Alter, weswegen zur Gehirngesundheit die Bewegung gehört. Beim Sport produziert das Gehirn außerdem Glückshormone. Sport ist allerding relativ: Es reicht alles, wobei man für mindestens 20 Minuten leicht aus der Puste kommt. Das kann z. B. auch Gartenarbeit sein.

Das Beste zum Schluss – Rezepte für KlügeresserInnen

Für alle unsere Leser*innen, die sich nicht aktiv in unserer Aktionswoche auf den Geschmack bringen lassen können, haben wir unsere Lieblings-Brain-Food-Rezepte hier für erste Inspirationen und als Geschmacksmuster zusammengestellt.  Und los geht’s!

MAROKKANISCHE KICHERERBSEN-GEMÜSESUPPE

Zutaten für 10 Personen

  • 1,5 kg Tortelloni Ricotta Spinaci (Integrale)
  • 80 ml Olivenöl, kaltgepresst
  • 12 g Zwiebelbrunoise
  • 130 g Fenchel, Feinschnitt 3 mm
  • 200 g Stangensellerie, Feinschnitt 3 mm
  • 220 g Rüebli-/ Karotten-Würfel 8 x 8 x 8 mm
  • 15 g Knoblauch, gehackt
  • 4 g Kreuzkümmel, gemahlen
  • 3 g Kurkuma, gemahlen
  • 1 g Koriander, gemahlen
  • 1 g Zimt, gemahlen
  • 1 g Chiliflocken
  • 1,8 l Gemüse-Bouillon
  • 150 g Süsskartoffel, geschält rissolée
  • 600 g Kichererbsen, gekocht und abgetropft
  • 60 ml Zitronensaft
  • 2 g Pfeffer aus der Mühle
  • 16 g Salz
  • 40 g Honig
  • 250 g Joghurt griechisch natur
  • 2 g Salz
  • 3 g Harissa
  • 30 g Minze, frisch

Vorbereitung

Alle Zutaten bereitstellen. Joghurt, Salz und Harissa verrühren. Hälfte der Minze in Julienne schneiden.

Zubereitung

In einem Suppentopf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebelbrunoise anschwitzen. Fenchel, Stangensellerie und Rüebli/ Karotten mitschwitzen. Knoblauch mitschwitzen. Kreuzkümmel, Kurkuma, Koriander, Zimt und Chiliflocken mitschwitzen. Auffüllen mit der Bouillon, den Süsskartoffeln und den gegarten Kichererbsen. 5 Minuten kochen und die halbe Suppe in ein anderes Gefäss geben. Die eine Hälfte der Suppe mit einem Mixer ganz fein pürieren und beide Hälften wieder zusammenschütten. Suppe aufkochen und abschmecken mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und dem Honig. Tortelloni nach Zubereitungsanleitung kochen und mit der Suppe gefällig anrichten. Suppe mit dem Joghurt-Harissa-Dip sowie Minzeblättern und Minzejulienne garnieren.