Die meisten Küchen in den Restaurants müssen bundesweit für einen Monat wieder kalt bleiben. Ein Großteil der Gastronomie muss die Stühle bis auf Weiteres hochstellen – ausgenommen sind glücklicherweise die Betriebsrestaurants. Unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln garantieren wir, MitarbeiterInnen und Angestellten, die in ihren Unternehmen vor Ort arbeiten, mit leckeren und gesunden Speisen weiterhin gut zu versorgen.

Als international tätiges Unternehmen bieten wir Multiservices und das komplette Know-how z. B. in den Bereichen Catering, Cleaning, Security und Clinic Service für unsere Kunden als Einzeldienstleistungen oder auch als komplette Servicepakete an. Gerade jetzt können sich unsere Kunden auf unser erprobtes AHALK-Konzept verlassen, das da heißt:
Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmasken tragen – Lüften & Klüh.

Neben den Mitarbeiter*innen vor Ort sind aber auch Mitarbeiter*innen von Klüh, liebe LeserInnen, in den kommenden vier Wochen wieder im Home Office anzutreffen. Hier auf diesem Blog sind wir weiterhin für Sie da. Wir geben unser Bestes, dass Sie die gastronomische Durststrecke bis Anfang Dezember mit Appetit anregenden, leckeren Themen und Tipps so gut es geht überstehen. Bereits im ersten Lockdown haben wir mit vielen Ideen jongliert, viel daraus gelernt und auch viel positives Feedback erhalten. Wir wollen Ihnen schon so viel verraten: dieser #Lockvember wird mit klassischen Gemüsesorten köstlich. Mit LebensMitteln, die uns mit Vitaminen und Nährstoffen über diesen Winter helfen. Und natürlich lassen wir Sie über die Schulter unserer Köchinnen und Köche in die Töpfe schauen und hoffen, dass unsere Speisen so den Weg finden in Ihre Küchen, Wohnzimmer – oder wo auch immer Sie sich mit Ihren digitalen Geräten befinden.

Lassen Sie uns online und mobil in Kontakt bleiben. Gemeinsam halten wir das durch.
Bleiben Sie dabei zuversichtlich und optimistisch. Und natürlich: bleiben Sie gesund!

Zum Kohl!

Wissen Sie eigentlich, dass Kohl alles andere als ein typisch deutsches Gemüse ist? Über viele Jahre hatte der Weißkohl als „Arme-Leute-Essen“ die Bevölkerung in Notzeiten über den Hunger gerettet. Daher haftete ihm auch lange dieser charakteristische Geruch an, während Blumenkohl und Brokkoli den Sprung in die Kochtöpfe der feineren Küche schafften.

Interessant zu wissen: auch wenn viele meinen, dass Deutschland das Sauerkrautland ist, der muss eigentlich nur ins Elsass reisen und wird in Frankreich erleben, dass es dort eine beliebte Speise ist, die sowohl deftig mit Fleischbeilagen als auch sehr fein mit Edelfischen, Muscheln und/oder Champagner genossen wird. Es ist das Vermächtnis französischer Mönche, die die Idee ihrerseits von den Römern abgeschaut haben sollen.

Vom Süden in den hohen Norden

Kohl ist ursprünglich im Mittelmeerraum und in Kleinasien beheimatet. Der Wildkohl besaß noch keine festen Köpfe wie der heutige Weißkohl, sondern hatte auch eher locker angeordnete, dicke Blätter wie der Grünkohl. Er soll der Urform am ähnlichsten sein. Wildkohl gedeiht heute noch auf der Nordseeinsel Helgoland wie in etlichen Mittelmeerländern. Wegen seiner heilsamen Eigenschaften wurde der Kohl in der Antike gegen vielerlei Beschwerden eingesetzt. Der römische Staatsmann Cato der Ältere nutzte ihn als Allheilmittel. Der griechische Universalgelehrte Aristoteles (384 bis 322 v. Christus) schwor auf Kohl als Gegenmittel bei einem Kater.

Die Römer kultivierten den Kohl und bauten ihn als Gartengemüse an, der schon damals eingesäuert und in Suppen gegessen wurde. Im Mittelalter gelangte der Kohl in unsere nördlichen Gefilde, wo er innerhalb weniger Jahrhunderte den Siegeszug als Lieblingsspeise von Eintöpfen antrat. Bereits Ende des 8. Jahrhunderts wird Kohl als „Caulos“ in der Landgüterverordnung Karls des Großen aufgeführt und auf den kaiserlichen Gütern angepflanzt.

Eine Kohl-Tour um die Welt

Auf allen Kontinenten ist Kohlgemüse zu Hause: In den Hochlandregionen Afrikas wachsen Weißkohlköpfe. In die brasilianischen Nationalspeise Fejoada, ursprünglich afrikanischer Herkunft, gehört Kohl neben Bohnen und Schweinefleisch dazu. In Osteuropa, am Bosporus, in Asien, Japan und China – überall wird Kohl gegessen. In Korea ist Kohlgemüse in Form von Pak Choi oder Chinakohl Bestandteil des Nationalgerichts Kimchi. Japan beansprucht den Japankohl. In Indien gibt es unter anderem Pekora, frittierten Blumenkohl, während die Amerikaner auf ihren Weißkrautsalat mit geraspelter Möhre und ordentlich Mayonnaise, ihren Cole Slaw, schwören.

Tausendsassa Kohl

Kohl zeichnet sich durch eine Vielzahl an Gesundheitsfördernden Vitaminen aus. Eintausend Gramm Weißkohl entspricht dem Vitamin-C-Gehalt eines Glases Orangensaft. Der Tagesbedarf kann auch durch 250 Gramm Gemüse gedeckt werden. Die Vitamin-C-Champions sind Brokkoli, Weiß- und Rosenkohl. Neben den Vitaminen A, B, E und K enthält Kohl die lebenswichtigen Mineralstoffe Calcium, Eisen und Magnesium. Gerade für Vegetarier und Veganer ist Kohl der ideale Vitamin-C-Lieferant.

Mit Kohl vorbeugen

Der Kohl ist mit sogenannten Glusinolaten ausgestattet, die ihn vor Fressfeinden, Bakterien oder Pilzen schützen. Diesen Abwehrstoffen wird eine krebshemmende Wirkung zugesprochen. Auch helfen sie gegen Sodbrennen, Entzündungen der Magenschleimhaut oder der Speiseröhre.

Krankheiten lindern

Die John-Hopkins-Universität in Baltimore, USA, konnte anhand der Gabe von Brokkoli an Patienten mit dauerhaft verengten Bronchien und Lungen-Emphysemen nachweisen, dass die Symptome nachließen. Der positive Effekt wird dem Stoff Sulfonraphan zugerechnet, der den Abbau eines wichtigen Enzyms im Körper der Patienten bewirkte.

Kohlwickel waren bis ins 19. Jahrhundert ein beliebtes Hausmittel zur Bekämpfung von Halsentzündungen, Verletzungen und anderen Infektionen. Noch heute setzen Naturheilkundler Kohl bei schmerzenden Gelenken ein.

Kohldampf auf Kohl?

Haben Sie sich auch gefragt, was es mit dem „Kohldampf schieben“ auf sich hat? Der Begriff stammt aus dem Rotwelschen, einer Soldaten- und Gaunersprache, die sich aus einer Melange verschiedener europäischer Sprachen zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert entwickelt hatte. Die Wörter “Kohler“ auch “Koller” und “Dampf” bedeuten alle gleichbedeutend übersetzt “Hunger”. Diese Wortdopplung sollte also die Intensität des Hungergefühls zum Ausdruck bringen.

Wir freuen uns, wenn uns Sie bis hierhin auf unserer Kohl-Tour gefolgt sind.

Jetzt kann’s direkt an die Umsetzung gegen. Viel Spaß bei diesem Rezept, bei dem Sie Kohl von seiner elegant-pikanten Seite kennenlernen können.

Linguine mit Grünkohl-Pesto und Garnelen

  • 600 g Grünkohl, z. B. TK
  • 180 g Cashewkerne
  • 2 Knoblauchzehen oder nach Geschmack
  • 1 Zwiebel
  • 8 Stiele Basilikum
  • 100 g Parmesan
  • Saft von einer halben Zitrone
  • 200 ml + 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 400 g Linguine
  • 400 g Garnelen (ohne Kopf u. Darm)

Grünkohl und etwas Wasser in einen Topf geben und garen. Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Basilikum waschen und trocken schütteln. Blättchen abzupfen. Parmesan reiben. Grünkohl, Basilikum (bis auf einige Blättchen zum Garnieren) Parmesan, Cashewkerne, Zwiebel (vorher klein schneiden), Knoblauch, Zitronensaft mit 200 ml Olivenöl pürieren. Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nudeln in kochendem Salzwasser nach Herstellerangaben zubereiten. Garnelen schälen. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Garnelen darin von jeder Seite 1–2 Minuten anbraten. Mit Salz, Pfeffer würzen. Nudeln abgießen. Mit den Garnelen auf Tellern anrichten. Mit Hälfte Pesto beträufeln. Mit übrigem Basilikum garnieren. Übriges Pesto dazu reichen. Sie können es aber auch in ein Glas füllen und ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Gutes Gelingen – und guten Appetit!