Die Saison hat begonnen!

Ob im Garten oder auf dem Balkon, das Jahr 2021 wird – so das Magazin “mein schöner Garten” – das Jahr der Naschpflanzen. Was versteht man darunter? Nun, das sind beispielsweise Snackgurken, Balkontomaten oder Pflücksalat, also Pflanzen, die, wenn sie den richtigen Standort zum Wachsen haben, in (fast) jedem Pflanzenbehälter gedeihen. Wenn sie dann reif sind, kann man sie ganz einfach “wegschnabulieren” – sozusagen praktisch direkt von der Hand in den Mund.

In einem Garten ging das Paradies verloren, in einem Garten wird es wiedergefunden.

Blaise Pascal, franz. Mathematiker, Literat und Philosoph des 17. Jahrhunderts

Wenn der Boden frostfrei bzw. nicht mehr zu nass ist, kann jetzt im März die Aussaat bzw. das Pflanzen vorbereitet werden. In den milderen Regionen Deutschlands kann zudem einiges an Gemüse, Kräutern und auch verschiedene Salatsorten direkt ins Freiland gesät werden. Unser Aussaatkalender gibt Aufschluss darüber, was drinnen und draußen gesät werden kann:

Genauso wie im Garten muss man darauf achten, wie viel Sonne auf Balkon oder Fensterbrett scheint. So lieben die Pflanzen und Kräuter mit südeuropäischen Wurzeln entsprechend Südlagen mit viel Sonne. Salat und Bärlauch mögen es schattiger und entsprechend feuchter. Im Halbschatten gedeihen Dill, Estragon, Petersilie, Pimpinelle, Koriander, Liebstöckel, Schnittlauch und Ringelblume und danken es Ihnen mit köstlicher Würze im Salat und auch dekorativ mit schönen, essbaren Blüten darauf. Im Schatten sind Kapuzinerkresse, Brunnenkresse, Pfefferminze und Waldmeister sowie Knoblauchrauke besonders glücklich und belohnen es mit viel üppigem Grün.

Im letzten Beitrag hatten wir Ihnen ja noch ein typisches Rezept (mit Kräutern) aus dem Fichtelgebirge versprochen – zugegeben: neu interpretiert.

Rezept: See-/Bachsaibling an (Wild-)Kräuterrisotto mit Ofengemüse

Der Saibling gehört zur Familie der Forellenfische, auch Salmoniden oder Lachsfische genannt. Alle Forellenfische sind bis auf Lachs, Meerforelle und Stint (der kleinste der Salmoniden; er lebt vorwiegend in Flussmündungen) Süßwasserfische. Bei uns kommen Bach- und Seesaiblinge vor. Sie verfügen über ein zartes, aber festes, lachsfarbenes Fleisch, das hervorragend schmeckt. Überzeugen Sie sich selbst – und viel Spaß beim Nachkochen:

Zutaten für 4 Personen:

  • 800 g Filet vom See- oder Bachsaibling
  • 400 g Risottoreis
  • 100 g Zwiebelwürfel (helle Zwiebeln)
  • 400 ml Gemüsefond (1 Glas)
  • 150 ml Weißwein
  • 550 ml Wasser
  • 1 kg Möhren
  • 600 g rote Zwiebeln
  • 60 g Parmesan
  • 40 g gemischte, frische Kräuter
  • Olivenöl
  • brauner Zucker
  • Pfeffer aus der Mühle, Salz

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. In der Zwischenzeit Möhren waschen, schälen, ggf. halbieren und in grobe Stifte schneiden. In eine Schüssel geben, mit etwas Olivenöl beträufeln und mischen. Mit Salz würzen. Rote Zwiebeln schälen, in Ringe schneiden, diese dann halbieren. Möhren und Zwiebeln auf 1 – 2 Backbleche mit Backpapier legen. Wenn die Temperatur des Ofens erreicht ist, Backbleche hineingeben bis die Möhren etwas weich, aber immer noch bissfest sind.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin goldgelb dünsten. Risottoreis dazugeben und kurz leicht anbraten, mit Weißwein ablöschen und mit dem Gemüsefond auffüllen, so dass der Reis gut mit Flüssigkeit bedeckt ist. Köcheln lassen und immer wieder umrühren, dann immer wieder mit dem Wasser auffüllen und köcheln lassen bis der Reis nur noch leicht bissfest ist. Anschließend Kräuter nach Wahl sowie den geriebenen Parmesankäse untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, Risottoreis beiseite stellen. Jetzt noch den Fisch in einer großen Pfanne in wenig Öl leicht anbraten und fertig dünsten, mit Salz und Pfeffer würzen.

Nehmen Sie doch mal Wiesenkräuter als Dekoration. Wir wünschen guten Appetit!