Fortsetzung Etappe 4: CONNEWITZ – DIE KÜNSTLERISCHE SEITE LEIPZIGS

Leipzigs Künstlerenklave mit dem angrenzenden Leipziger Auwald heißt Connewitz und ist der waldreichste Ortsteil sowie die Station des Jakobsweg für Kunstbegeisterte. Dieses In-Viertel, wo sich Künstler*innen, Student*innen und die Musikszene trifft, erreichen Sie auf Ihrer Route der Via Imperii. Das Werk II, das früher ein Produktionsbetrieb für Prüfmaschinen war, ist heute eine beliebte Kulturfabrik, wo Indie-Rockbands auftreten und sich eine Einkehr auf vielerlei Weise lohnt. Weiterer Tipp: Panometer Leipzig

Etappe 5: Markkleeberg

Diese große Kreisstadt im Landkreis Leipzig in Sachsen hat wegen ihrer slawischen Wurzeln eine bewegte Geschichte. Das Stadtgebiet von Markkleeberg ist von mehreren Park- und Gartenanlagen geprägt, dem agra-Park und Kees’schen Park. Der agra-Park war Standort der Landwirtschaftsausstellung in der früheren DDR. Auf dem Gelände des agra-Parks, unweit des Weißen Hauses, befindet sich seit August 2013 das Deutsche Fotomuseum mit ca. 800 Exponaten auf ca. 1.500 m² Fläche, davon rund 500 Fotografien und ca. 300 Kameras. Im Osten der Stadt befindet sich die Weinteichsenke, eine der letzten Pleißenbachauen mit seltenen Vogel- und Pflanzenarten.

Etappe 6: DER LANDKREIS ALTENBURGER LAND – IDYLLE PUR

Das Altenburger Land liegt mitten in Deutschland mit Städten wie Leipzig, Halle, Chemnitz, Zwickau und Jena und ist der östlichste Landkreis des Freistaats Thüringen. Das Altenburger Land ist ein touristischer Geheimtipp. Die reizvolle Hügellandschaft wird geprägt durch beschauliche Vierseithöfe, ausgedehnte Wälder und wunderschön gelegene Badeseen. Über 600 Kilometer Rad- und Wanderwege bieten vielfältige Möglichkeiten für Erholung und Sport. Einen besonderen Abstecher wert ist 1035-jährige Residenzstadt Altenburg mit ihrem romantischen Schloss und dem Spielkartenmuseum als ein Ass im Ärmel unter weiteren.

Besondere Spezialitäten zum Verkosten frischgezapftes Bier aus der einheimischen Brauerei sowie regionaltypische Spezialitäten, wie Bauernkuchen, Altenburger Ziegenkäse und Schmöllner Mutzbraten. Homepage Altenburger Land

Etappe 7: ZWICKAU – MOTORKRAFT AUS DER MITTE DEUTSCHLANDs

Philipp Melanchthon, berühmter Zeitgenosse und Wegbegleiter des Reformators Martin Luther, bezeichnete Zwickau schon 1548 als „eine Perle in diesen Landen. Weil es über Zucht und Sitte mit größerer Strenge wacht als die meisten anderen Städte, und weil es fruchtbar ist an vielen Talenten und viele Bürger gehabt hat und noch hat, die durch ihre Bildung hervorragen, dass sie ganz Deutschland zur Zier gereichen. In Kunst und Wissenschaft übertrifft Zwickau alle Städte dieser Lande.“
Hier wurde der Komponist Robert Schumann geboren und mit Gründung der August HORCH Automobilwerke, heute bekannter als AUDI, sowie mit der Auto Union, DKW und Trabi, automobile Geschichte geschrieben. Zwickau bietet Kulturreisenden vielseitige Entdeckungen, darunter ein Porzellanglockenspiel aus Original Meißner Porzellan am Schumannplatz.

Etappe 8: PLAUEN – Die Stadt der „Welt-Spitzen“

Die Stadt ist reich an Historie, die sich in vielen interessanten Bauwerken vom Mittelalter bis in die Moderne zeigt. Sie war seit dem 18. Jahrhundert einer der bedeutendsten Handelsorte der Spitzen-Textilindustrie. Daneben gibt es zahlreiche weitere Bau- und Kulturdenkmale in der Stadt.

Das spektakuläre Bauwerk, die Friedensbrücke (auch Syratalviadukt) ist mit 90 Metern Spannweite die größte Bruchsteinbogenbrücke der Welt. Am nordöstlichen Stadtrand befindet sich gleich auch die zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt, die Elstertalbrücke. Dazu locken der Naturpark, aber auch ein Besucherbergwerk mit Tropfsteinhöhle.

Einen weiteren Abstecher wert ist auch die stattliche Burg Mylau (früher auch Kaiserschloß Mylau). Diese Wehranlage auf einem Felssporn in Mylau, im sächsischen Vogtland, ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen in Sachsen und steht seit 1980 unter Denkmalschutz.

Plauen Tourismus

Göltzschtalbrücke

Etappe 9: LANDKREIS UND STADT HOF – VORLÄUFIGE ENDSTATION DER VIA IMPERII

Nun haben wir unser Ziel erreicht. Ankunft in „Hof in Bayern ganz oben“ – so jedenfalls nennen die Hofer*innen ihre Stadt. Zu Recht: Hof befindet sich am nördlichsten Ende Bayerns – und auch irgendwie mittendrin, zwischen Frankenwald, Fichtelgebirge, Thüringer Wald und Erzgebirge. Die lebhafte Fußgängerzone befindet sich in 500 Metern über der Saale. Kartografisch wie topografisch also korrekt.

Der Landschafts- und Bürgerpark Theresienstein inklusive Zoo wurde 2003 ins Register der schönsten Parks Deutschlands aufgenommen. Die Innenstadt verzaubert mit Biedermeierfassaden mit gemütlichem Shopping und genussvollen Momente der Gastronomie., wo wir auch schon beim nächsten Höhepunkt sind: Hof ist als einer der 100 Genussorte Bayerns ausgezeichnet. Sind Sie Genusspilger*in? Dann sollten Sie sofort hier klicken

Erstklassigen Wurstspezialitäten – nur aus Hof. Die Hofer Brodwärschd (Hofer Bratwürste), sie sind feiner und magerer als ihre direkten Nachbarn, die Thüringer, Coburger und Fränkischen Bratwürste. Weiterhin konkurrenzlos: der echte Hofer Leberkäse und die Hofer Rindfleischwurst. Hofer im „Exil“ sollen besonders ihren Wurst- und Bierspezialitäten nachtrauen. Wer nach Hof kommt, MUSS beim pfiffigen Wärschtlamo (hochdeutsch: Würstchen-Mann) kaufen. Er steht traditionell in der Hofer Altstadt und verkauft direkt ab Messing-Kessel seine „Wienerla, Bauern und Weißen mit Sempft“ (Wiener Würstchen, Debreziner und Weißwürste mit Senf). Wurst macht Durst, aber auch da gibt’s Abhilfe

Hof – auch Hochburg für Biere. Seit dem 14. Jahrhundert wurde in Hof Bier gebraut. Lange gab es in Hof zehn Braustätten, heute sind es nur noch zwei Braustätten, die zum Teil noch auf Kommunbraurechte zurückgehen. Hofer Bier gibt es als Schankbier, Eisbier, Hell/Lager, Pils, Export, Dunkel, Kellerbier, Märzen, Bock hell, Bock dunkel, Doppelbock hell, Doppelbock dunkel, Weizenschankbier, Kristallweizen, Weizenbier hell, Weizenbier dunkel und Weizenbock. Der Alkoholgehalt variiert zwischen 2,7 und 8 Prozent. Heute werden die Marken Meinel-Bräu und Scherdel in Hof hergestellt.

Spezialitäten am laufenden Band
Ein typisches Gericht in Hof ist die Hofer Schnitz, ein Eintopf, der mit dem Pichelsteiner zu vergleichen ist. Alle Zutaten darin, werden „geschnitzt“, geschnitten. Als Pilzgericht trägt er den Namen „Schwammaschnitz“. Das ist ein Eintopf mit traditionell selbstgesuchten Schwamma.

Wer schon beim Lesen seinen Prinzipien untreu geworden ist, dem sei der herrlich blaue Untreusee im Süden der Stadt für eine Wanderung oder Wassersport empfohlen. Weitere Anziehungspunkte sind ein Kletterpark und Labyrinth sowie ein Biergarten direkt am Ufer.

Mit dem Radel kann mensch auch auf dem Saale-Radwanderweg – je nach Lust und Ausdauer – die schöne oberfränkische Landschaft erkunden und in einer Tagestour mit Übernachtung – natürlich mit Abendessen – genussvoll in Richtung Saalequelle radeln.

Bleibt uns nach dieser 580-Kilometer-Tour nur zu sagen: Buen Camino!