Unsere neue Blog-Reihe „Klüh-Gespräche am Küchentisch“ –
für alle, die gerne mal Mäuschen spielen …

Die Küche ist immer Mittelpunkt – ob Haus oder Wohnung. Hier wird gekocht, gespült und geredet. Und sie ist auch immer Treffpunkt, man denke nur an die vielen vergangenen Partys – zum Schluss saßen immer alle in der Küche und diskutierten bis in den frühen Morgen. Die Küche scheint ein idealer Ort für Gespräche zu sein. Grund genug, unsere Mitarbeitenden mal an den Küchentisch zu holen! Wir möchten Sie herzlich einladen, Gast bei unseren Gesprächen zu sein!

In unserer Blog-Reihe werden in lockerer Reihenfolge die unterschiedlichsten Klüh-Mitarbeitenden zu Wort kommen und ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Dabei wird es um Lieblingsrezepte gehen, um Bratwürste, Kürbisse und WhatsApp und vieles mehr. Wir sprechen mit Köch*innen, aber auch zum Beispiel mit Azubis und Küchenhelfer*innen, mit Mitarbeitenden aus dem Vertrieb, der Buchhaltung, dem Marketing, aus der Hauptverwaltung und aus den Niederlassungen. Es geht um neue Konzepte, erfolgreiche Aktionen und über den Arbeitsalltag in den verschiedenen Berufen. Wir fragen nach: Was macht ein Betriebsleiter bzw. eine Betriebsleiterin? Und womit beschäftigen sich eigentlich die Gastronomischen Botschafter?

„Wir richten Gutes an. Mit Kopf und Herz.“ – in diesem Sinne möchten wir Ihnen mit unserer neuen Blog-Reihe die Menschen vorstellen, die täglich unser Leistungsversprechen umsetzen: unsere Teams in den Betriebsrestaurants, in den Büros und in den Klüh-Küchen in ganz Deutschland. Freuen Sie sich auf spannende Geschichten, neue Einsichten und auf unsere Klüh-Küchengeheimnisse!

Herzlichst Ihr

Thorsten Greth
Geschäftsführer Klüh Catering GmbH

Walter Nijssen, unterwegs im Auftrag des guten Geschmacks

Unser erster Gesprächspartner heute ist der in Belgien geborene Walter Nijssen, einer unserer Gastronomischen Botschafter bei Klüh Catering.

Herr Nijssen, bevor es ans Eingemachte geht, was hat Sie nach Deutschland verschlagen?

Walter Nijssen: Mein Beruf! Ich komme ja aus Tongeren und habe in Belgien die Hotelschule absolviert. Es folgten mehrere Praktika in verschieden Gastronomie-Betrieben in Belgien, in den Niederlanden und in Frankreich, zum Beispiel im La Butte Aux Bois, Scholteshof(**), T´Vlierhof(*) und im De Swaen(**).  Bei der Kreuzfahrtlinie Cunard habe ich auf einem Schiff als Commis gearbeitet und mich nach und nach zum Küchenchef hochgearbeitet.

Dann ging’s nach Deutschland, zuerst nach Böblingen. Hier gestaltete ich das Projekt „Motorwelt“ und arbeitete als Managing Küchenchef im „Check Inn“, dem Lokal im historischen Empfangsgebäude des einstigen Landesflug­hafens.

2017 habe ich bei Klüh Catering als Betriebsleiter angefangen. Aktuell arbeite ich als Gastronomischer Botschafter und unterstütze die Niederlassungen in ganz Deutschland – das gefällt mir sehr. Wenn man als Botschafter unterwegs ist, merkt man, dass jede einzelne Region ihren eigenen Vorzug und auch ihre eigenen Vorlieben hat. In den Betriebsrestaurants versuchen wir so gut es geht, auf die Wünsche der Kunden einzugehen – maßgebend sind dabei die Altersklassen und die kulturelle Vielfalt in den Betrieben.

Was machen eigentlich die Gastronomischen Botschafter?

Walter Nijssen: Unser Herz schlägt für die Gastronomie. Wir übertragen unsere Begeisterung und unser Wissen auf unsere Mitarbeiter*innen in ganz Deutschland, um so neue Ideen zu entwickeln. Wir wollen immer besser werden und unsere Gäste verwöhnen.

Das ist in Corona-Zeiten bestimmt nicht einfach, oder?

Walter Nijssen: Während der Pandemie war es sehr schwierig, für Klüh unterwegs zu sein. Homeoffice war angesagt. Glücklicherweise zieht das Geschäft wieder an und es gibt viel Neues. Am wichtigsten ist in dieser Zeit das Erreichen unserer Kunden durch neue Impulse. Während der Homeoffice-Zeit hat unser Niederlassungsleiter Herr Diehl viele neue Ideen auf den Weg gebracht, zum Beispiel einen Online-Kochkurs. Diesen versuchen wir in guter Zusammenarbeit bestmöglich umzusetzen.

Können Sie uns ein bisschen mehr zum Kochkurs erzählen?

Walter Nijssen: Na klar, gerne. Wie gesagt, Herr Diehl und ich haben überlegt, wie wir in diesen schweren Zeiten den Kontakt zu unseren Kunden intensivieren können. Dabei sollten auch die neuen Medien eine Rolle spielen. Schließlich ist die Idee eines Online-Kochkurses entstanden. Wir haben bereits einen Test-Kurs mit 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unserem Chef Herrn Greth absolviert, um einfach mal zu schauen, wie das abläuft. Das war eine gute Lernschule, um alles nochmals zu verbessern. Wir haben zum Beispiel unsere Rezepte vereinfacht, da live online die Zeit für ausgiebige Gerichte nicht reicht. Und wir wollen unseren Gästen ja nicht nur etwas vorkochen, wir wollen ja gemeinsam die Gerichte zubereiten, dabei Fragen beantworten, Tipps geben und in einen Dialog treten.

Wie wird der Kurs ablaufen?

Walter Nijssen: Er wird live aus einem Kochstudio zu den Gästen daheim übertragen. Um unsere Gäste persönlich zu begleiten, bekommen diese über REWE eine vorgefertigte Einkaufsliste zugeschickt. Die Teilnehmerzahl müssen wir leider begrenzen, da wir nur so online jeden erreichen und bei Fragen unterstützen können. Wir werden zusammen eine Hauptspeise und ein Dessert zubereiten. In unserem Test-Kurs hatten wir drei Gerichte, das war aber zu viel, das wird zeitlich einfach zu eng. Jetzt haben wir Linguini mit Parmaschinken, Hähnchen, Spargel und knusperigem Rucola, und hinterher einen Mini-Cheesecake „New York Style“ mit Pekannüssen und Fudge ausgewählt. Das klappt auf jeden Fall!

Das klingt sehr lecker! Welchen Stellenwert räumen Sie eigentlich Ihrer Ernährung ein? Wie wichtig ist Ihnen gutes Essen?

Walter Nijssen: Eine geschmackvolle, die Sinne befriedigende Mahlzeit, steht für mich absolut an oberer Stelle. Mein Leben spielt sich sowohl im Geschäft als auch daheim vorrangig in der Küche ab. Zusammenkommen mit der Familie, mit Freunden, gemeinsam feiern – wir treffen uns fast immer in der Küche.

Was ist das Beste an Ihrem Beruf? Was fasziniert Sie am meisten?

Walter Nijssen: Mein Beruf begeistert mich jeden Tag. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen und Freunden, die unendliche Vielfalt der Gewürze und Geschmacksrichtungen. Ich koche im Alltag fast jeden Tag daheim. Neue Inspiration für Gerichte hole ich mir aus Kochsendungen, zum Beispiel „Somebody Feed Phil“. Phil Rosenthal ist in dieser Reality-Serie auf der ganzen Welt unterwegs und erkundet die unterschiedlichen Küchen und Kulturen.

Das klingt abenteuerlich und man hat direkt Bilder von gegrillten Spinnen und frittierten Skorpionen im Kopf. Gibt es etwas, das sie nie essen würden?

Walter Nijssen: Nein, ich bin da offen und versuche alles zu essen oder es zumindest mal zu probieren.

Gibt es ein besonderes Gericht, das Sie mit Ihrer Kindheit verbinden?

Walter Nijssen: Ja, und zwar Kaninchen süß-sauer mit Pflaumen-Sauce und Duchesse-Kartoffeln. Ein absoluter Klassiker bei uns zu Hause.

Wenn’s mal schnell gehen muss – was kochen Sie?

Walter Nijssen: Spaghetti mit einer einfachen Bolognese-Sauce oder ein Salat mit Thunfisch. Das schmeckt immer und die Zutaten habe ich immer da.

Gibt es denn noch ein Leben außerhalb der Küche?

Walter Nijssen (lacht): Ja klar! Mit meiner Französischen Bulldogge bin ich bei uns in Grafenberg (Baden-Württemberg) viel unterwegs. Und wenn es meine Zeit erlaubt, spiele ich gerne Golf und Darts. Aber mein Herz gehört ganz klar der Küche und dem Kochen.

Herr Nijssen, vielen Dank für dieses interessante Gespräch!