Gibt es eigentlich irgendjemanden, der Nudeln nicht mag? Wahrscheinlich nicht! Pasta erfreut sich größter Beliebtheit. Das konnten wir in der Pandemie deutlich sehen: Nudeln waren oftmals ausverkauft. Vergleicht man die Zahlen aus allen möglichen Quellen, genießen wir allein in Deutschland rund 800.000 Tonnen Nudeln im Jahr. Die Italiener schaffen 26 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Bei dieser Beliebtheit ist es wirklich kein Wunder, dass die Nudel sogar einen eigenen Feiertag hat.

Weltnudeltag

Der 25. Oktober ist der offizielle Weltnudeltag. Und während man vom Valentinstag ja immer munkelt, er sei eigentlich von den Blumenhändlern erfunden worden, ist es beim Pasta-Feiertag tatsächlich so, wie man vermutet: 1995 haben ihn 40 Nudel-Produzenten auf dem internationalen World Pasta Kongress ins Leben gerufen. Die großen Hersteller auf der ganzen Welt feiern mit unterschiedlichen Aktionen diesen besonderen Tag. Aber was ist so besonders an der Nudel? Und warum ist sie so berühmt?

Auf Spurensuche

Aus welchem Land kommt eigentlich unser Lieblingsessen ursprünglich? Naheliegend wäre ja Italien, aber das stimmt nicht, die Chinesen waren schneller! Bei Ausgrabungen im Jahr 2005 wurde ein 4000 Jahre alter Topf gefunden – und darin lagen Nudeln, lange dünne Spaghetti-Nudeln. Wäre das also geklärt! Nichtsdestotrotz gehört Italien neben Griechenland zu den frühesten Pasta-Liebhabern: Forscher entdeckten in italienischen Gräbern aus dem 4. Jahrhundert Abbildungen von einem Nudelbrett, einer Teigzange und einem Nudelholz. Da stellt sich doch gleich die Frage: wie werden Nudeln eigentlich gemacht?

Das Rezept

Natürlich ist die Herstellung von Nudeln eine Wissenschaft für sich. Aber im Grunde genommen ist es ganz einfach: Der Basisteig besteht aus Mehl, Eiern, Salz und Olivenöl. Varianten sind natürlich möglich, zum Beispiel mit Ei. Die Zutaten werden verknetet. Der Teig muss dann kurz ruhen, bevor er dünn ausgerollt und in dünne Streifen geschnitten wird – geht übrigens mit einer Nudelmaschine deutlich einfacher. Jetzt nur noch in kochendes Salzwasser geben und fertig.

Aber …

Genau, aber! Es gibt ja nicht nur Nudeln in Streifen, die man wohl am ehesten als Bandnudeln bezeichnet. Vorsichtigen Schätzungen zufolge gibt es weltweit über 600 verschiedene Nudelsorten. Hier die bekanntesten italienischen in alphabetischer Reihenfolge: Bandnudeln, Bavette, Bucatini, Cannelloni, Ditalini, Farfalle, Fettuccine, Gnocchi (nein, wird nicht gnotschi ausgesprochen, sondern njoki), Linguine, Lumaconi, Makkaroni, Orecchiette, Pappardelle, Penne, Ravioli, Rigatoni, Spaghetti, Tagliatelle, Tortellini, Trenette, Vermicelli. Und dann gibt es ja noch die ganzen asiatischen Nudelsorten, also Reisnudeln, Ramen, Udon-Nudeln, Somen-Nudeln, Soba-Nudeln, Mie-Nudeln und Glasnudeln. So, und jetzt hören wir mit den Sorten auf, denn es gibt ja noch die Kritharaki, die kleinen griechischen Nudeln in Reisform und und und …

Nudel-Revolution

Der neueste Trend im Nudelregal: Gemüsenudeln. Im Zuge der Diskussion um Diäten und Kohlenhydrate sind die Nudeln ja leider nicht ganz so gut weggekommen. Deshalb finden sich jetzt auch Nudeln aus Kichererbsen, aus roten Linsen oder auch aus grünen Erbsen im Supermarkt. Die beinhalten zwar auch eine gewisse Menge Kohlenhydrate, aber die komplexen, also die guten. Komplett Kohlenhydratfrei sind nur die asiatischen Konjak-Nudeln, die aus der Konjakwurzel hergestellt werden. Was ein echter Pasta-Fan ist, schnitzt sich seine Linguine selbst. Zoodels heißt das dann. Zoodles sind Zucchini, die mit einem Spiralschneider in Nudelform gebracht werden und dann einfach in einer Pfanne mit Olivenöl gedünstet werden. Dazu Zwiebeln, Knoblauch und zum Beispiel Frischkäse und Ajvar, mit Tomaten, Basilikum und Parmesan servieren – lecker! Solche Gemüsenudeln kann man übrigens auch aus Süßkartoffeln, Kürbis, Karotten und vielem mehr machen.

Selbstgemacht

Auch wir bei Klüh Catering sind echte Pasta-Fans. In unseren Betriebsrestaurants bereiten wir die Pasta frisch zu – an manchen Standorten kochen wir die Nudeln sogar im Live Cooking vor den Augen unserer Gäste. Jetzt sind wir bei den ganzen Schwärmereien über Pasta noch gar nicht zu den Saucen gekommen! Aber das ist nun wirklich ein anderes, geradezu unerschöpfliches Thema …

Eine ganz besondere Pasta-Spezialität: Fregola Sarda mit Spargel, Parmaschinken und Wachtelei – gekocht und zubereitet von unserem Gastronomischen Botschafter Walter Nijssen