Ein Kürbistraum – Geschichten rund um das Herbstgemüse

STOPP! Bevor es richtig losgeht, haben einige bestimmt schon die Stirn gerunzelt – Herbstgemüse? Gehören Kürbisse nicht zum Obst? Ja, rein botanisch betrachtet sind sie Obst, weil sie aus befruchteten Blüten entstehen. Die Zuordnung ist aber nicht so einfach, weil sie auch typische Merkmale von Gemüse aufweisen – so wachsen sie am Boden an einjährigen Pflanzen. Kürbisse werden deshalb gern als Fruchtgemüse bezeichnet. Aber egal, was sie nun sind, lecker sind sie auf jeden Fall. Und zwar so lecker, dass wir daraus eine Kürbis-Aktion entwickelt haben.

Kürbis-Vielfalt

Insgesamt haben neun Betriebsrestaurants an der Kürbis-Aktion teilgenommen, darunter der WDR in Köln und Düsseldorf, die Targobank Düsseldorf, NKT GmbH Leverkusen usw. Serviert wurde Kürbis in verschiedenen Varianten, sei es vegetarisch oder in Kombination mit Fleisch. Auf der Karte standen zum Beispiel:

  • Cannelloni mit Kürbis, Spinat & Ziegenkäse
  • Lasagne mit Kürbis, Rind & Mozzarella
  • Kürbispuffer mit Sous-vide gegartem Schweinefilet & Rotweinjus
  • Kürbispüree mit gerillter Maishähnchenbrust & Rosmarinjus
  • Kürbisquiche mit Balsamico-Linsen & Curry-Joghurtdip
  • Kürbiseintopf mit Kokos, Spinat & Linsen
  • Salatteller mit Kürbis, Birnen & Fetakäse
  • Kürbis-Risotto mit Tandoori-Chicken.

Nachschub

Es gab auch noch zusätzlich eine Kürbissuppe. Und die kam so gut an, dass sich ein Klüh-Kunde dieses Gericht als festen Bestandteil der Konferenzbewirtung gewünscht hat – natürlich nur, zur Kürbis-Saison. Wann das ist, kann man übrigens in unserem Saisonkalender #HEIMATERNTE sehen. Oder hier in unserem Blog. Insgesamt lief die Aktion hervorragend, wie Elke Neumann, Betriebsleiterin, erzählt: „Wir mussten sogar Kürbisse nachbestellen, unsere Gäste waren von den unterschiedlichen Gerichten begeistert.“

Fotos: Silke Steinraths Photography, (c) Klüh Catering GmbH

Bio und lokal

Nachbestellt wurden die Kürbisse beim Bio-Landwirt Peter Schneider aus Goch, der 2016 aus Überzeugung von der konventionellen auf die Bio-Landwirtschaft umgestiegen ist. Er ist ein gutes Beispiel für eine funktionierende, vertrauensvolle Partnerschaft zwischen Klüh Catering und weiteren regionalen Produzenten in ganz Deutschland. Denn der Einkauf von Produkten von heimischen Anbietern ist uns besonders wichtig. Denn so erhalten wir nicht nur eine hohe Qualität, sondern auch saisonale Produkte, die unsere Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen. Und jetzt hat natürlich der Kürbis seine Saison. Im Handel gibt es die ersten Exemplare meist schon ab Ende August, die Saison geht dann bis in den Spätherbst, also so bis Mitte November. Man hat aber deutlich länger etwas von dem Fruchtgemüse, denn viele Kürbissorten sind bei richtiger Lagerung gut haltbar.

Fotos: Silke Steinraths Photography, (c) Klüh Catering GmbH

Baby Boo oder Rocket?

Es gibt zirka 800 verschiedene Kürbissorten. Etwa 200 davon sind essbar, die anderen sehen zumindest als Zierfrüchte hübsch aus, sind aber nicht zum Verzehr geeignet. Der Hokkaido gehört zu den beliebtesten, weil man seine Schale mitessen kann und sich das oftmals schwierige Schälen sparen kann. Es gibt aber beispielsweise auch noch den Butternut-Kürbis, den mittelgroßen Muskatkürbis, den Gelben und Roten Zentner, die dekorativen Bischofsmützen, den Spaghetti-Kürbis, den Eichelkürbis, den Lil-Pump-Ke-Mon oder auch Mikrowellen-Kürbis, den Patisson, den orangefarbenen Baby Bear, den kleinen Baby Boo, den Kamo Kamo, den Sweet Dumpling, den Jack be little (der kleinste Mini-Kürbis), den Howden, den Pink Jumbo Banana und natürlich die Halloween-Kürbisse, ein Sammelbegriff für verschiedene Sorten wie Neon, Rocket, Spirit oder Aspen.

Nachschlag: Jack O’Lantern

Aber was hat der Kürbis eigentlich mit Halloween zu tun? Eigentlich nichts, denn ursprünglich war er eine Rübe. Als die Iren auswanderten, brachten sie ihre Geschichten und Brauchtümer mit nach Amerika. Und da gibt es die Legende von Jack O’Lantern: ein böser Kerl, der bei seinem Tod nicht in den Himmel durfte, in die Hölle aber auch nicht, weil er zu seinen Lebzeiten den Teufel übers Ohr gehauen hatte. Er bastelte sich eine Laterne, um durch die Nacht zu wandern und einen Ort zu suchen, an dem er bleiben kann. Die Laterne bestand aus einer ausgehöhlten Rübe, in die er ein Stück glühende Kohle legte. Daraus entwickelte sich der Glaube, dass ein brennendes Stück Kohle in einer Rübe die Macht habe, den Teufel und böse Geister fernzuhalten. Tja, und in Amerika gab es Kürbisse – und die waren deutlich leichter auszuhöhlen als Rüben.