Liebe Leserinnen und liebe Leser,
in diesem Jahr stellen wir hier unsere neue Blog-Serie unter das Thema „Kulinarische Zeitreisen“. Diesmal schauen wir zurück auf geschichtliche Entwicklungen im weiteren Sinn von Ernährung und Produkten aus dem weiten Feld der Lebensmittel. Allen gemeinsam ist, dass sie damals ihrer eigenen Zeit bereits voraus waren und deshalb noch heutzutage nachwirken. Darüber hinaus werden sie in deutschen Manufakturen hergestellt, haben an ihrer Modernität nichts eingebüßt und sind es allemal wert, von uns wiederentdeckt zu werden.

Dieses Mal haben wir uns für Sie bei jeder Station wieder ein Schmankerl ausgedacht, das Sie mit einem Quäntchen Glück gewinnen können. Los geht’s.

Unser Gewinnspiel: Kostproben der „Bauhaus-Bewegung“

Auf unserer Geschäftsreise nach Thüringen sind wir in Nohra bei Weimar auf die Feinkost Manufaktur aufmerksam geworden. Sie war auch Inspirationsgeberin für unsere neue Reihe der „Kulinarischen Zeitreise“. Die Manufaktur hat sich zum Ziel gesetzt, kulinarische Besonderheiten der Vergangenheit für die Gegenwart zu bewahren. Sie widmet sich Früchten, Gemüsen, Kräutern, Gewürzen, Getreidesorten, Verarbeitungs- und Herstellungsmethoden, die heute kaum oder gar nicht mehr bekannt sind. So verarbeitet sie sie nach alten, schonenden Rezepturen, die aus heutigen Kochbüchern verschwunden sind. Dazu fertigt die Manufaktur feine Kost für gesundes Genießen in Handarbeit an und macht damit Geschichte leicht verdaulich. Ein Probierpaket passend zum Thema „BAUHAUS“ können Sie hier und heute gewinnen. Senden Sie einfach eine EMail bis 21. März 2022 mit dem Betreff “Bauhaus” an marketing@klueh.de. Die Teilnahmebedingungen finden Sie am Schluss dieses Beitrags. ToiToiToi.

Und dieses Set bestehend aus den u. g. Köstlichkeiten können Sie gewinnen:

  • 1 x “BAUHAUS Reformbewegung” grüne Stachelbeere 110g
  • 1 x “BAUHAUS Küchengeschichten” – schwarze Johannisbeere 110g
  • 1 x “BAUHAUS Studentenfrühstück” Dreifrucht 110g
  • 1 x “Frau Holle Schnee“ von Holunderblüten 110g
  • 1 x “Wilhelm Tell Apfel” mit Paradieskörnern 110g
  • 1 x BAUHAUS “Buntes Urmeer Salz” (Deutsches Salz) 100ml

Internationaler Frauentag

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass der Erscheinungstag dieses Beitrags am 8. März ein besonderes Datum ist? Es ist der Internationale Frauentag. Seit mehr als hundert Jahren macht er in nahezu allen Nationen der Welt auf Frauenrechte, Gleichstellung der Geschlechter, bestehende Diskriminierungen und Frieden aufmerksam. Der Frauentag startete 1908 in den USA und verbreitete sich in den folgenden Jahren in ganz Europa, 1911 wurde er erstmals in Deutschland begangen. Weltweit wurde er von der UNO 1975 als Internationaler Frauentag festgesetzt.

Ein Zeichen für Frauen

Wir von Klüh Catering wollen zum Start unserer „Kulinarischen Zeitreise“ den Frauen an ihrem Ehrentag ein Zeichen setzen. Damit wollen wir nicht dem Klischee aus der Steinzeit folgen, bei dem Küche und Ernährung weiblich sind. Bei den Carearbeit sind Frauen heute immer noch in der Überzahl. Auch, wenn es immer noch ein langer Weg ist – die Lebensreformbewegung im Deutschland des 19./20. Jahrhunderts, aber auch die Entwicklungen nach 1945 mit der Frauenbewegung hat vieles in Bewegung gebracht. Heute sind viele wichtige Rollen in der Politik von Frauen besetzt.

Bei Führungsaufgaben in der Gastronomie sind Frauen immer häufiger in Leitungspositionen anzutreffen. Zudem arbeiten wir in Zeiten des Fachkräftemangels an Lösungen, die Jobs in der Gastronomie attraktiv zu machen – auch im Hinblick auf mehr Arbeitsqualität durch eine geregelte Work-Life-Balance für Männer wie Frauen. So wollen wir mehr Frauen ermöglichen, zu Betriebs- oder Regionalleiterinnen aufzusteigen. Gerne stellen wir Ihnen hier in Kürze auch unsere weibliche Gastro-Power vor. Versprochen.

Weimar – Stadt großer Frauenpersönlichkeiten

Zurück zu unserer kulinarischen Zeitreise. Seit den 1960er Jahren ist die Wissenschaft damit mit beschäftigt, die klassische männerdominierte Geschichtsschreibung um den weiblichen Blickwinkel von Frauen zu einer gemeinsamen Menschheitsgeschichte zu erweitern. Das heißt, das Sichtbarmachen von Frauen und ihre Teilhabe an der Geschichte wird immer wichtiger. Wir möchten Ihnen hier neue, spannende weibliche Perspektiven des berühmten Bauhauses in Weimar eröffnen, das ein maßgeblicher Impulsgeber gewesen ist für eine moderne Lebenskultur.

Form follows Function

Dabei existierte das Bauhaus „nur“ ganze 14 Jahre seit seiner Gründung in Weimar 1919 durch Walter Gropius, den revolutionären Lehrmeister, der ebenso innovative wie außergewöhnliche Männer und Frauen für sein pädagogisches Reformprojekt um sich scharte. Trotz seiner wechselvollen Geschichte wurde das Bauhaus international ein Synonym und Trendsetter für eine moderne Lebenskultur. Es steht für avantgardistische Innovationen für das Bauen, für Design, Ernährung, Vegetarismus und Zusammenleben. In dieser Gestaltungsschule wurden Form- und Farbexperimente, Architektur-Ikonen und Alltagsdesign, rauschende Feste und minimalistische Entwürfe zum einzigartigen Projekt der Lebensreform im 20. Jahrhundert verbunden. Von diesem Hotspot gingen Ideen aus, die unseren Alltag bis heute revolutionieren. Es ist der Leuchtturm für die gesamte Epoche der Moderne geworden. Es entwickelten sich drei Weimarer Bauhausstätten mit Dessau und Bernau. 1996 wurden sie gemeinsam zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Ihr 100. Geburtstag wurde 2019 gebührend gefeiert.

Das Bauhaus und die vergessenen Designerinnen

Von Oktober 2021 bis Januar 2022 fand erstmalig im Bauhaus-Museum Weimar eine Sonderausstellung „Vergessene Bauhausfrauen“ statt. Längst überfällig. Orientiert sich das Bauhaus bis heute an den bekannten Männern, die dort wirkten. Dabei war Gropius mit seinem Bauhauskonzept angetreten, dass jungen Männern wie Frauen, auch aus Akademikerfernen Schichten, in den Werkstätten die neuen Ideen mit revolutionierenden Methoden gleichberechtigt eröffnet werden sollten. Von den damals 460 eingeschriebenen Studentinnen sind heute nur wenige bekannt. Immerhin konnten 39 Bauhäuslerinnen, die Weltruhm erreicht haben, in der Weimarer Ausstellung gezeigt werden. Natürlich werden wir nicht alle hier vorstellen. Wer interessiert ist, kann dies über diesen Link mit Texten und Audiofiles nachholen. https://www.mdr.de/kultur/ausstellungen/vergessene-bauhaus-frauen-ausstellung-weimar-100.html. Zur Ausstellung ist ein Buch erschienen, das die Leistung, das Leben und Schaffen der Frauen am Bauhaus in allen gestalterischen Bereichen in den Mittelpunkt stellt:
Link: https://t1p.de/u08g

Bauhäuslerinnen mit Impulsen für die Gastronomie

Beim Zusammenstellen dieses Artikels waren wir mal wieder sehr überrascht, dass Frauen die Schöpferinnen von Entwicklungen waren, die wir bisher nicht so auf dem Schirm hatten. Voilà hier sind sie und wir freuen uns, wenn wir auch Sie damit überraschen:

Benita Koch-Otte – die Erfinderin der modernen Einbauküche

Sie gehörte zu den begabtesten Studentinnen der Weberwerkstatt. Für die Bauhausaustellung 1923 in Weimar entwickelte Benita Otte zusammen mit Ernst Gebhardt „die funktionale Küche der kurzen Wege“. Diese Kompaktküche wurde nur drei Jahre später zum Vorbild für die in Serie produzierte Reformküche der Architektin Margarete Schütte-Lihotzky. Ihr Entwurf der Frankfurter Küche machte diese international bekannt.

Koch-Otte wurde zuerst dafür hochgelobt, dann vergessen und schließlich kritisch wegen ihrer zwiespältigen Haltung zum NS-Regime gesehen, weil sie zwei Webteppiche mit deren Insignien gestaltet hatte. Andererseits hatte sie schon 1941 in den Bethel-Werkstätten Menschen mit geistigen und körperlichen Einschränkungen das Weben von farbenfroher Tischwäsche im Bauhaus-Stil beigebracht. Sie können heute noch in der Manufaktur Bethel erworben werden.

Marguerite Friedlaender – Gestalterin für zeitloses Designer-Geschirr

Die 1896 geborene deutsch-englische Keramikerin aus Lyon war nach ihrer Bauhaus-Lehre die erste weibliche Töpfermeisterin Deutschlands und wurde eine der wichtigen Designer*innen der Porzellangestaltung in Deutschland. Sie entwickelte diverse Design-Ikonen und ihr eigenes schnörkelloses und edles keramisches Sortiment. Die noble Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin – KPM – katapultierte sie mit ihren Entwürfen in die Moderne. Sie entwarf unterschiedliche Geschirr- sowie Vasenserien unter dem Label „Hallesche Form“. 1940 musste sie in die USA emigrieren, wo sie in Kalifornien ihre eigene Keramikwerkstatt, die Pond Farm Pottery gründete, um dort die Tradition des europäischen Töpferhandwerks fortzusetzen.

Marianne Brandt – edle Entwürfe aus der Designschmiede

MT 49 – die miniaturisierte Teekanne aus Silber und Ebenholz in glänzenden, reinen Formen – hält den Rekord für den höchsten Preis, der jemals für ein Bauhaus-Objekt gezahlt wurde: 361.000 US-Dollar, im Jahr 2007. Kreiert wurde sie von Marianne Brandt. Sie war die visionärste Metallgestalterin am Bauhaus. Ihre Tee-Extrakt-Kännchen, Zuckerschalen, Sahnegießer und Aschenbecher in kugeligen und flachen Formen gehören zu den berühmtesten Bauhaus-Arbeiten, die jeder sicher schon einmal gesehen hat. Das Leipziger Lampen-Unternehmen Kandem verkaufte zehntausende Lampen nach Brandts Entwürfen. Als sie im Januar 1924 am Bauhaus immatrikuliert wurde, hatte sie schon eine klassische Ausbildung zur Malerin absolviert.

Die italienische Firma “Alessi” reproduziert Brandts Aschenbecher und Schüsseln über ihren Tod im Jahr 1983 hinaus.

https://www.mdr.de/kultur/ausstellungen/bauhaus-frauen-marianne-brandt-design-100.html

Reformkost: gesunde Ernährung & kreativer Geist

Ein wichtiger Nebenschauplatz im Bauhaus-Konzept ist der Part, den die Schule spielte, als Bildungsstätte für den „neuen Menschen“ der Moderne. Mit den Mitteln der Künste sollten nicht nur ganz neue Kunstwerke erschaffen, sondern auch der Mensch der deutschen Nachkriegszeit ab 1919 auf eine neue, höhere Stufe gestellt werden.

Zu dem Bildungsprinzip des Neuen Menschen nach Motto „Ein kreativer Geist in einem gesunden Körper“ gehörten neben der geistigen und handwerklichen Ausbildung auch die körperliche Ertüchtigung sowie eine gute Ernährung. Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zu Beginn des zweiten Weltkriegs waren die vielen sozialen Reformbewegungen Reaktionen auf Moderne, Industrialisierung und Verstädterung. Die Zeit war der Beginn der Naturheilkunde und des Vegetarismus.

Da das Bauhaus allen, vor allem auch Studierenden der mittellosen Unterschichten offen stehen sollte, sorgte Bauhaus-Direktor Walter Gropius für die Sicherstellung der existenziellen Basisbedürfnisse für ein gelingendes Studium. Er ließ eine eigene Mensa in einem Glashaus errichten, die nicht nur für das leibliche Wohl der Studierenden Sorge trug, sondern auch als beheizter Versammlungsraum genutzt werden konnte. Neben dem Schulbetrieb galt für Gropius diese „Speiseanstalt“ „als das wichtigste wirtschaftliche Fundament, auf dem sich alles übrige aufbauen wird.“ (Staatliches Bauhaus Weimar, 106/79). Da das Bauhaus wirtschaftlich autonom sein sollte, wurden nicht nur rentable Produkte aus verschiedenen Designbereichen hergestellt und verkauft, sondern auch die Bauhaus-Kantine leistete ihren Anteil zur autarken Grundidee, indem sie Externen Essen verkaufte.

Reform-Selbstversorgergarten

Zur teilweisen Selbstversorgung gehörte auch der 700 Quadratmeter große Gemüsegarten, der neben dem Musterhaus Am Horn angelegt worden war. < https://de.wikipedia.org/wiki/Musterhaus_Am_Horn> Dort wurden klassische Früchte, Obst und Gemüse angebaut, die dann auf dem Speiseplan verarbeitet wurden.

Links

Zum Einstimmen für Thüringen die sehenswerte Website, mit der man buchstäblich mit den Augen auf Reisen gehen kann:

https://t1p.de/juin
https://360grad.thueringen-entdecken.de/

https://www.thueringen-entdecken.de/w/entdeckungsreise-bauhaus-museum

Jubiläum des Staatlichen Bauhauses Weimar

https://www.deutschlandfunk.de/100-jahre-bauhaus-endlich-konnten-frauen-architektinnen-100.html

Frauen am Bauhaus:

https://www.emma.de/artikel/bauhaus-die-bauhaus-frauen-264076

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ausstellung-ueber-vergessene-bauhaus-frauen-spurensuche-in-100.html

w.nzz.ch/feuilleton/frauen-am-bauhaus-die-vergessenen-kuenstlerinnen-kehren-zurueck-ld.1454867

Frauen im Bauhaus

TEILNAHMEBEDINGUNGEN GEWINNSPIEL

Teilnahmeberechtigt ist, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat. Um an der Verlosung teilzunehmen, müssen Sie lediglich bis 21. März 2022 um 23:59 Uhr, eine E-Mail mit dem Betreff „Bauhaus“ an marketing@klueh.de schicken. Es gilt der protokollierte Zeitpunkt des E-Mail-Eingangs. Verlost wird der Gewinn am 22.03.2022. Der Gewinner wird durch die zufällige Ziehung unter allen Teilnehmern, die uns rechtzeitig eine E-Mail mit dem o. g. Betreff senden, ermittelt und von uns per E-Mail über den Gewinn informiert.

Die Teilnahme ist kostenlos. Unter allen Einsendungen wird der Gewinner unter Ausschluss des Rechtswegs ausgelost. Eine Barauszahlung oder Übertragung des Gewinns auf eine andere Person ist ausgeschlossen. Für die Richtigkeit der angegebenen Daten ist der Teilnehmer verantwortlich. Jeder Teilnehmer kann nur einmal am Gewinnspiel teilnehmen.

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel willigen Sie in die Erhebung und Verwendung Ihrer E-Mail-Adresse ein. Wir erheben, speichern und verarbeiten diese personenbezogenen Daten zur Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels und um Sie im Falle eines Gewinns zu benachrichtigen. Eine Weitergabe der Daten an Dritte findet nicht statt. Sie können die Einwilligungen jederzeit durch Nachricht an uns widerrufen. Ihre Daten werden anschließend gelöscht.

Im Fall eines Gewinns, welcher auf dem Postweg verschickt wird, werden wir zudem von Ihnen Ihren vollständigen Namen und Ihre postalische Adresse erfragen. Ihre Adressdaten, die wir im vorgenannten Fall einer Gewinnbenachrichtigung von Ihnen per E-Mail anfragen, dienen ausschließlich der Versendung des Gewinns. Nach der Ermittlung des Gewinners werden Ihre im Rahmen des Gewinnspiels verarbeiteten Daten innerhalb von 8 Tagen gelöscht.

Veranstalter:
Klüh Catering GmbH
Am Wehrhahn 70
40211 Düsseldorf.