Blogserie „Urlaubs-Sehnsuchtsorte“: Palma de Mallorca

In unserer neuen, vierteiligen Blogserie „Urlaubs-Sehnsuchtsorte“ möchten wir Ihnen ausgewählte Städte und Urlaubsregionen vorstellen, die so richtig Lust auf Urlaub machen. Die Auswahl erfolgte völlig subjektiv, es liegen keine Zahlen, Daten, Fakten zugrunde, sondern rein persönliche Empfehlungen von reiselustigen Mitmenschen. Freuen Sie sich auf Kuba, Singapur und New York. Entdecken Sie mit uns als erstes Palma de Mallorca. Wir wünschen Ihnen viel Freude und hoffen, dass wir auch in Ihnen ein bisschen Sehnsucht wecken können. Bevor es aber auf die Lieblingsinsel der Deutschen geht, haben wir noch etwas für Sie – ein Gewinnspiel! Wir verlosen Reisegutscheine, die Sie zum Beispiel für ein Flugticket zu Ihrem neuen Urlaubs-Sehnsuchtsort verwenden können.

Senden Sie einfach eine EMail bis 21. April 2022 mit dem Betreff “Aktion Urlaub” an marketing@klueh.de. Die Teilnahmebedingungen finden Sie am Schluss dieses Beitrags. Viel Glück!

Ein Traum: Palma de Mallorca

Die Hauptstadt von Mallorca ist besonders. Besonders schön, besonders quirlig, besonders lecker, besonders … großartig. Die Insel-Hauptstadt ist Sitz der Regierung der autonomen Gemeinschaft der Balearen, Bischofssitz und Sitz einer Universität. Hier leben etwa 500.000 Menschen – mehr als die Hälfte der Einwohner Mallorcas. Mallorca an sich ist ja mit allen möglichen Klischees belegt und zaubert automatisch die unterschiedlichsten Bilder in unseren Köpfen – schöne und weniger schöne. In den 1960er und 70er Jahren wurde der Begriff „Putzfraueninsel“ geprägt, weil Urlaub auf Mallorca so billig war – das konnte sich wirklich jede(r) leisten! Heute dagegen ist das Promi-Potenzial sehr hoch auf der Insel, unter anderem Catherine Zeta-Jones und Michael Douglas, Claudia Schiffer und Brad Pitt haben es sich hier gemütlich gemacht, genauso wie Daniela Katzenberger und Jürgen Drews, der König von Mallorca. Und da wären wir auch schon beim berühmt-berüchtigten Ballermann.

Einmalig: Strand & Hafen

Die berühmte Strandbar Nummer 6 gehört zu den insgesamt 15 Balnearios, also Strandbars, die den längsten aller Mallorca-Strände (etwa 6 Kilometer) ausmachen. Das ist eine Besonderheit der Insel-Hauptstadt – die Lage direkt am Meer. Mit feinen Sandstränden, die zum Sonnen und Entspannen einladen. Dazu die Strandbars für die Feierwütigen. Wer so nah am Wasser gebaut ist, hat natürlich auch einen Hafen. Der Hafen von Palma ist der größte der Balearen und einer der wichtigsten Kreuzfahrthäfen des Mittelmeerraumes. Riesige Kreuzfahrtschiffe legen hier regelmäßig an. Der Landgang führt dann die meisten Passagiere in die Altstadt von Palma.

Atemberaubend: La Seu

Vorher machen die meisten aber erst mal Halt bei La Seu (gesprochen La Seju), der gotischen Kathedrale. Sie wurde im Jahr 1230 auf dem Gelände einer Moschee errichtet. Fast 400 Jahre dauerte der Bau des Kirchenschiffs. Das Gesamtbauwerk wurde erst Anfang des 20. Jahrhundert beendet, auch der berühmte katalanische Architekt Antoni Gaudí hat seinen Teil dazu beigetragen. Wer sich nicht für alte Gemäuer begeistern kann, sollte La Seu trotzdem besuchen – denn allein die größte gotische Rosette der Welt „haut jeden um“: Insgesamt 61 Buntglasfenster mit einem Durchmesser von insgesamt 12 Metern fangen die Sonne ein und erfüllen die “Kathedrale des Lichts” mit bunten Lichtstrahlen.

Königlich: Almudaina-Palast

Und wenn man schon mal da ist, lohnt auch ein Blick in den angrenzenden Almudaina-Palast, der zum Teil öffentlich zugänglichen Balearen-Residenz des spanischen Königshauses. Hinter dem Palast liegen die atemberaubenden Jardines de S’Hort del Rei – die königlichen Gärten von Palma, ebenfalls öffentlich zugänglich. Ein Traum aus Orangen- und Zitronenbäumen, Zypressen, Akazien und Palmen, dazu Skulpturen von Miró, Calder und Subirachs – ein Ruhepol in der ansonsten quirligen Stadt.

Luxuriös: Paseo del Borne

Sie gilt als Palmas schönste Flaniermeile – die Allee Paseo del Borne oder auf katalanisch Passeig des Born. Um mal ein Klischee zu verwenden: während die Damen in den Luxus-Boutiquen der Edel-Designer shoppen, können die Herren in den Bars und Restaurant unter den herrlichen Bäumen warten. Okay, klingt blöd, aber Fakt ist: die Läden sind einfach toll und die Bars einfach cool. In den Seitenstraßen der Allee haben sich kleine, individuelle Geschäfte angesiedelt, die mit moderaten Preisen locken. Eine Entdeckungsreise lohnt sich auf jeden Fall!

Verwinkelt: die Altstadt

Spanisch-katalanische und arabische Einflüsse prägen das Bild der Altstadt. Der größtenteils autofreie Bereich ist durch zahllose kleine Gassen und viele Treppen miteinander verbunden. Hier finden sich die großen Modeketten, aber auch zauberhafte kleine Läden mit Strand- und Designermode, Schuhgeschäfte, natürlich Eisdielen und Konditoreien (unbedingt die Ensaimada de Mallorca probieren: eine leckere Hefeschnecke, gefüllt oder ungefüllt, klein oder groß, ein echtes Mallorca-Original), Delikatessengeschäfte, Kunstgalerien, Bars, Restaurants und unendlich viel mehr. Die Haupteinkaufsstraße kommt ohne Stufen aus und führt zum Plaça Major, dem Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Palma. Der 3000 Quadratmeter offene Platz stammt aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert und ist mit vier- und fünfstöckigen Gebäuden gesäumt. Hier gibt es zahlreiche Bars, Restaurants, Straßenkünstler und den Kunsthandwerkermarkt.

Lecker: Mercat de l’Olivar

Die größte Markthalle der Stadt muss man einfach gesehen haben. Nicht wegen der Architektur, sondern wegen der Ess-Kultur. Hier gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt: Fisch, Gemüse, Fleisch, Käse, Kuchen, Gewürze, Weine, Süßigkeiten und noch vieles mehr, was das Genießer-Herz in Verzücken setzt. Neben den Verkaufsständen – übrigens auch Korbwaren und Küchen-Zubehör – gibt es kleine Tapasbars, an denen mallorquinische und internationale Köstlichkeiten angeboten werden. Sich hier durchzufuttern, schafft man wahrscheinlich nur, wenn man geschätzt 10 Wochen Urlaub hat und jeden Tag den Mercat de l’Olivar besucht.

Hip: Santa Catalina

Das hippe Szeneviertel Santa Catalina liegt westlich der Altstadt, hinter dem Parc de la Feixina. In dem ehemaligen Fischerviertel gibt es sogar noch ein paar Windmühlen, die auf der alten Stadtmauer stehen. Ansonsten dreht sich hier alles um Shopping und Essen. Ob libanesisch, asiatische Fusionsküche, italienisch oder traditionell mallorquinisch, in Santa Catalina gibt es eine Vielzahl an besonderen Restaurants und Bars.

Haben wir Ihre Lust auf Palma de Mallorca geweckt? Haben Sie schon Sehnsucht? Bestimmt, oder? Und dabei haben wir noch gar nichts von dem Rest der Insel erzählt, von den grandiosen Wanderwegen im Tramuntana-Gebirge, von Bergdörfern wie Valdemossa, von den Golfplätzen, von den Wochenmärkten, von Artà und Santanyí, vom Roten Blitz und Port de Sóller … ach, fahren Sie am besten hin, Sie werden begeistert sein. Vorher möchten wir uns aber noch mit ein paar Leckerbissen verabschieden, die einfach zu Mallorca gehören und Ihnen garantiert den Mund wässrig machen werden. Tschüss und bis demnächst, wenn wir Ihre Sehnsucht nach Kuba wecken!

Pamboli (Pa amb oli) – Brot mit Öl

Ungesalzenes, geröstetes Landbrot mit Knoblauch, Tomate, Salz und Olivenöl.

Tapas – feine Häppchen

Nicht typisch mallorquinisch, aber aus den meisten Restaurants nicht mehr wegzudenken.

Sobrasada – mallorquinische Streichwurst

Hergestellt aus rohem Schweinehack und Schweinespeck, vermengt mit reichlich Paprikapulver (deshalb ist sie so rot), Salz und anderen Gewürzen. Perfekt als Zutat für die verschiedensten Gerichte oder als Aufstrich auf getoastetem Weißbrot z.B. zusammen mit einem weichen Kuhmilchkäse oder mit etwas Honig.

Coca de Trampó – wie Pizza, aber ohne Käse

Der Teig besteht aus Mehl, Eiern, Wasser, Olivenöl, Butter und/oder Schweineschmalz sowie Salz. Belegt ist die Coca mit Tomaten und Paprika, dazu ein Schuss Olivenöl und Salz. Kein Hauptgericht, aber prima für zwischendurch oder vorneweg.

Empanadas Mallorquinas – Teigtaschen

Sie werden oft in runder Form mit kunstvollem Rand angeboten, ähnlich dem Pie im englischsprachigen Raum. Gefüllt werden Sie mit allem, was schmeckt: von Gemüse oder Pilzen über unterschiedliche Fleisch- und Wurstfüllungen bis hin zu Meeresfrüchten.

Arroz brut – „schmutziger Reis“

Eine köstliche Suppe mit Reis, Kaninchen, Schweinefleisch, Gemüse und ein paar Schnecken, die in einem irdenen Topf gekocht wird. Arroz brut heißt übersetzt „schmutziger Reis” – warum? Vielleicht weil das Gericht nicht immer besonders gut aussieht, da die verschiedenen Zutaten die Brühe „verschmutzen“ …

Tumbet – mallorquinischer Gemüseauflauf

Aus Auberginen, Paprikaschoten, Kartoffeln und Tomaten, manchmal auch Zucchini, in jedem Fall aber mit Knoblauch gekocht. Ein leichtes Sommergericht, gerne mit mallorquinischem Landbrot serviert.

Paella Ciega – blinde Paella

Die Paella gehört einfach zu Spanien. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Variationen, so auch als blinde Paella. Man kann sie blind genießen, weil sämtliche Knochen, Schalen und Gräten vor dem Kochen entfernt werden.

Pa de Figa – Feigenbrot

Der Teig wird aus getrockneten Feigen, gemahlenem Anis, etwas Anisschnaps und Mandeln hergestellt und dann in der Sonne getrocknet. Das Ergebnis ist sehr klebrig, aber auch sehr lecker!

Gató de almendras – mallorquinischer Mandelkuchen

Ohne Mehl, aber mit gemahlenen Mandeln – so wird der Kuchen saftig und süß und unwiderstehlich.