In unserer neuen, vierteiligen Blogserie „Urlaubs-Sehnsuchtsorte“ möchten wir Ihnen ausgewählte Städte und Urlaubsregionen vorstellen, die so richtig Lust auf Urlaub machen. Die Auswahl erfolgte völlig subjektiv, es liegen keine Zahlen, Daten, Fakten zugrunde, sondern rein persönliche Empfehlungen von reiselustigen Mitmenschen. In Palma, der Hauptstadt Mallorcas, waren wir schon. Heute geht es nach Kuba und Havanna – gespannt sein können Sie noch auf Singapur und New York …

Glückspilze gesucht

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unserer Blogreihe und hoffen, dass wir ein bisschen Urlaubs-Sehnsucht wecken können – und vielleicht Ihre Reisekasse füllen! Im Rahmen unseres Gewinnspieles verlosen wir nämlich einen Reisegutschein im Wert von ca. 500 Euro, den Sie zum Beispiel für ein Flugticket zu Ihrem neuen Urlaubs-Sehnsuchtsort verwenden können. Senden Sie einfach eine E-Mail bis 21. April 2022 mit dem Betreff “Aktion Urlaub” an marketing@klueh.de. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier. Viel Glück!

Kuba ist Karibik

Wenn man irgendwann angekommen ist, die Füße im weißen Sand ausstreckt, auf türkisblaues Meer blickt, das irgendwo ganz hinten am Horizont mit einem strahlend blauen Himmel eins wird, dann denkt man: Ja, hier bin ich richtig! Von irgendwoher wehen bald Melodien ans Ohr, und die sandigen Füße wippen unweigerlich mit. Das macht hier jeder. Denn Kuba ist unendlich viel, aber vor allem eines – Musik! Hier tanzt und wippt und singt jeder. An der Bushaltestelle, im Restaurant, im Laden. Kubanische Rhythmen, legendar geworden durch den Buena Vista Social Club. Doch dazu später mehr.

Apropos, tanzen …

… haben Sie Lust, nach lateinamerikanischen Rhythmen ein Dance Workout zu machen? Dann bieten wir Ihnen von Klüh hier ganz besondere Fitness-Videos an: Sämtliche Übungen bzw. Choreografien wurden von Sarah Latton, Marketingleiterin bei der Klüh-Holding, entwickelt und zusammengestellt. Sarah Latton ist Profitänzerin und Coach bzw. Choreografin und vielen unter Ihnen sicherlich noch bekannt aus „Let´s dance“, der Live-Tanzshow des Fernsehsenders RTL. Als dreifache Deutsche Meisterin sowie EM- und WM-Finalistin kennt sie sich mit Fitness – und natürlich mit Tanzsport – genauestens aus.

Havana ooh na-na

So, da haben Sie erstmal einen aktuellen Ohrwurm zum Text. Das Lied der kubanisch-US-amerikanischen Sängerin Camila Cabello läuft ja gerade im Radio rauf und runter und versetzt einen direkt in die richtige Stimmung für die kubanische Hauptstadt. Denkt man an Havanna, denkt man automatisch an: bunte amerikanische Oldtimer, Musik, alte Herrenhäuser, Zigarren, Rum, Sozialismus, Hemingway – ein bisschen zurückgewandt und gestrig, aber mit einem unvergleichlichen Charme.

UNESCO-Welterbe

Havanna ist spannend. In vielerlei Hinsicht. Hier treffen Pracht und Verfall, Tradition und Moderne aufeinander. Die Altstadt “La Habana Vieja” gehört wegen ihrer fast tausend alten Gebäude und Paläste zum UNESCO Weltkulturerbe. Wer hier durch die Straßen bummelt, fühlt sich wie auf einer Zeitreise. Wunderschöne Boulevards und Plätze lassen erahnen, wie reich die Insel der Zuckerbarone früher einmal war. Die Bauten erinnern auch daran, wie Mafiabosse – Al Capone – und die Hollywood-Prominenz – Frank Sinatra und Marlon Brando – hier ein- und ausgegangen sind. Das war Glamour und Party pur.

Pink Cadillac

Geschätzt fahren noch rund 50.000 PS-Dinosaurier aus den 1940er bis 1950er durch Havannas Straßen. Warum es sie ausgerechnet hier noch in dieser Vielzahl gibt? Nun, nach der Revolution wurde in Kuba fast alles verstaatlicht und Menschen der Besitz von Autos verboten – ausgenommen Fahrzeuge mit Baujahr vor 1959, die schon in Privatbesitz waren. Weil Original-Ersatzteile nicht mehr gekauft werden konnten, wurden die Kubaner erfinderisch – die meisten Oldtimer fahren mit Motoren von Lada oder Toyota oder sogar mit Bootsmotoren. Für die meisten ist es auch heute noch unerschwinglich, sich ein ausländisches Auto zu kaufen – obwohl die Regierung Restriktionen immer weiter lockert. Die meisten der Cadillacs, Buicks, Fords, Pontiacs, Chevrolets, Plymouths, Studebakers, Oldsmobiles und Chryslers sind als Sammeltaxen unterwegs und sorgen für das Einkommen der Familie.

Ernest Hemingway

Im Taxi kann man sich prima zu den berühmten Bars der Stadt kutschieren lassen. Und eine Bar, in der schon Ernest Hemingway seinen Mojito getrunken hat, kann ja nun nicht „verkehrt“ sein, oder? Der Schriftsteller trank bekanntlich gern und viel, deshalb ist die Auswahl an Bars auch groß in Havanna. Die berühmteste Hemingway-Bar ist die Bodeguita del Medio, gefolgt von Dos Hermanos und El Floridita. Es gibt übrigens auch eine richtige Hemnigway-Tour auf Kuba, bei der unter anderem die Finca des Nobelpreisträgers besichtigt werden kann. Hier entstanden die Romane „Wem die Stunde schlägt“ und „Der alte Mann und das Meer“.

Cohiba und Montecristo

Auch die Nichtraucher unter uns kennen sie – zumindest dem Namen nach: die kubanischen Zigarren, der Exportschlager des Landes. Schon Winston Churchill und Mark Twain wussten sie zu schätzen, Hemingway sowieso. Nun ist Kuba ja nicht das einzige Land auf der Welt, das Zigarren herstellt, aber wohl das einzige, in dem es den Beruf „Lector de tabaqueria“ gibt. Diese Vorleser lesen den Angestellten tatsächlich vor, während sie Blätter zu Zigarren rollen. Der Lector de tabaqueria hat auf Kuba seit 1865 Tradition und ist seit 2021 sogar nationales Kulturerbe. Vorgelesen wird fast alles, von Shakespeares „Romeo und Julia“ über Romane des kolumbianischen Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez bis hin zu Artikeln aus der Parteizeitung.

Buena Vista Social Club

Kuba ist Musik. Kuba ist Tanz: Rumba, Mambo, Cha-Cha und Salsa. Kuba ist der Buena Vista Social Club. Ein Blick zurück: 1996 stehen der fast 70-jährige Ibrahim Ferrer, der 90-jährige Sänger Compay Segundo, die Sängerin Omara Portuondo, der 49-jährige Eliades Ochoa und der berühmte Pianist Rubén González im historischen Egrem-Studio im Zentrum von Havanna und singen den Song „Candela”. US-Bluesgitarrist Ry Cooder, nur zufällig im Studio, ist hin und weg. Er produziert zusammen mit den Kubanern eine Platte. Der Name: “Buena Vista Social Club”, eine Hommage an die vielen alten Clubs, die geschlossen wurden. Wim Wenders dreht zwei Jahre später einen Film über den berühmten Musiker-Seniorenclub – und bekommt einen Oscar. Das Album, das schon vor dem Film international für Aufsehen gesorgt hat, schießt in vielen Ländern an die Spitzen der Charts. Ausgezeichnet mit einem Grammy und mit acht Millionen verkauften Exemplaren ist es das erfolgreichste Weltmusik-Album und hat Kubas reichhaltiges musikalisches Erbe berühmt gemacht.

Wohnzimmer-Restaurants

So, aber wir wären ja nicht Klüh Catering, wenn wir nicht auch aufs Essen schauen würden. Die Paladares, privat geführte Wohnzimmer-Restaurants, sind eine kubanische Besonderheit. Früher wurde tatsächlich in privaten Räumen aufgetischt, heute gibt es auch viele privat geführte Restaurants – neben den „normalen“ staatlichen. Die ursprünglichen Paladares sind aber immer noch in Havanna zu finden.

Kubas Küche

Bei Kuba fallen einem nicht sofort die typischen Gerichte ein – das liegt wahrscheinlich an den zahlreichen Einflüssen aus aller Welt. Die kubanische Küche vereint karibische, spanische und afrikanische Geschmäcker. Die Taínos, die Ureinwohner Kubas, lebten hauptsächlich von Gemüse, Fischfang und der Jagd. Die Spanier brachten Rinder, Schweine und Hühner mit. Durch die Sklaven kamen westafrikanische Einflüsse dazu. Chinesische und indischer Arbeiter fügten die asiatischen Komponenten hinzu. Zu den landestypischen Zutaten gehören Reis, Bohnen, Fisch, Fleisch, Butternusskürbis, Mais, Maniok und Kochbananen.

Ropa Vieja

Das Nationalgericht ist Ropa Vieja – mariniertes und gekochtes Rind, das mit Reis serviert wird. Für den Rindfleischeintopf wird das Fleisch stundenlang gegart, bis es zart genug ist und sich auch ohne Messer zerteilen lässt. Was noch drin ist? Gerne Zwiebeln, Paprika, Kapern, Oliven, Knoblauch, Tomaten oder was sonst noch im Vorratsschrank zu finden ist.

Arroz congrí oder Moros y cristianos

Arroz congrí sind rote Bohnen mit Reis. Wird der Reis mit schwarzen Bohnen zubereitet, heißt das Gericht „Moros y cristianos“, auf Deutsch „Mauren und Christen“: pechschwarze Bohnen und schneeweißer Reis. Moros y cristianos wird meistens zu Ropa Vieja gereicht. Die Kubaner essen den Reis aber auch gerne als eigene Hauptspeise. Reis und schwarze Bohnen sind in fast allen Gerichten zu finden.

Ajiaco

Der Eintopf besteht aus karibischem Gemüse wie Kochbananen, Yucca, Süßkartoffeln, Mais und verschiedenen Fleischsorten. Die Mischung wird bei schwacher Hitze mit Brühe, Zitrone und viel Knoblauch gekocht.

Tostones

Die frittierten, fruchtig-fettigen Bananenstücke sind eine echte kulinarische Beilagen-Überraschung für pikante Gericht, sind aber auch als Snack zwischendurch beliebt.

Pescado á la Santa Barbara

Fisch in „Lechita“ ist ein Traditions-Gericht. Viel Chili und Koriander ergeben zusammen mit der Kokosmilch ein unvergleichlich leckeres Gericht – besonders auf Kuba, wo es die Kokosmilch frisch von der Palme gibt.

Lobster

Lobster gehört zur kubanischen Küche wie kein anderes Gericht. Allerdings bezeichnet man mit Lobster auf Kuba nicht den Hummer, sondern die Languste. Mal einfach vom Grill, mal mit einer leckeren Chilisauce oder Lobster a la vizcaína, mit einer aus dem Baskenland stammenden Paprika-Sauce. Oder im Eintopf. Oder in der Paella.

Churros

So wie die Paella, stammt auch das Brandteiggebäck Churros ursprünglich aus Spanien. Der Teig wird in Streifen portioniert und danach frittiert. Dann werden die Churros mit Zucker bestreut oder auch in warme Schokoladen-Sauce getunkt.