In unserer vierteiligen Blogserie „Urlaubs-Sehnsuchtsorte“ stellen wir Ihnen ausgewählte Städte und Urlaubsregionen vor, die so richtig Lust auf Urlaub machen. Die Auswahl erfolgte völlig subjektiv, es liegen keine Zahlen, Daten, Fakten zugrunde, sondern rein persönliche Empfehlungen von reiselustigen Mitmenschen. In Palma, der Hauptstadt Mallorcas, waren wir schon. In Havanna auf Kuba auch schon. Heute wecken wir die Sehnsucht nach Singapur. Im nächsten Beitrag geht’s dann nach New York – freuen Sie sich drauf!

Jetzt teilnehmen und gewinnen

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unserer Blogreihe und hoffen, dass wir ein bisschen Urlaubs-Sehnsucht wecken können – und vielleicht Ihre Reisekasse füllen! Im Rahmen unseres Gewinnspieles verlosen wir nämlich einen Reisegutschein im Wert von ca. 500 Euro, den Sie zum Beispiel für ein Flugticket zu Ihrem neuen Urlaubs-Sehnsuchtsort verwenden können. Senden Sie einfach eine E-Mail bis 21. April 2022 mit dem Betreff “Aktion Urlaub” an marketing@klueh.de. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier. Viel Glück!

Stadt der Superlative

Singapur, eine faszinierende Metropole, die unglaublich viel zu bieten hat. Der Platz hier im Blog reicht nicht aus, um jeder Attraktion gerecht zu werden – deshalb wieder eine ganz subjektive Auswahl unserer ganz persönlichen Highlights. Der Stadtstaat liegt vor der Südspitze der Malaiischen Halbinsel und gilt dank harter Sitten und sehr harter Strafen als die sauberste und sicherste Destination Südostasiens. Der Preis für Sicherheit und Sauberkeit ist hoch: Für die Nutzung eines fremden Wi-Fi-Netzes gibt es beispielsweise 10.000 Dollar Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Gefängnis, wer in Singapur trotz des absoluten Kaugummi-Verbots Kaugummi verkauft – Ausnahmen gibt es nur für medizinisch oder zahnhygienisch erforderliche Produkte –, muss unfassbare 100.000 Dollar Strafe zahlen.

Wechselhafte Geschichte

1819 gründet der Kolonialverwalter Sir Stamford Raffles eine Handelsniederlassung. So beginnt die Geschichte des modernen Singapurs. Schnell wurde aus dem kleinen Städtchen mehr: der Ausbau des Hafens lockte zahlreiche Einwanderer an, die Stadt wuchs zusehends. Schließlich wurde der Ort 1921 zu einem wichtigem Flottenstützpunkte der Briten. Im 2. Weltkrieg besetzten die Japaner Singapur, 1946 wurde die Insel an die Briten zurückgegeben. 1959 wurde sie Kronkolonie, 1965 schließlich unabhängiger Staat. Heute zählt Singapur zu den vier Tigerstaaten Asiens, zusammen mit Südkorea, Taiwan und Hongkong. Vom Schwellenland zum Industriestaat – heute gehört Singapur zu den Ländern mit dem höchsten Lebensstandard weltweit.

Spektakuläre Architektur

Tja, wo fängt man an? Vielleicht am besten mit der Statue des Merlion, dem Wahrzeichen der „Löwenstadt“ Singapur. Das Fabelwesen ist halb Fisch, halb Löwe, 8,6 Meter hoch und 70 Tonnen schwer. Den Namen „Löwenstadt“ bekam Singapur im 14. Jahrhundert: der Legende nach entdeckte ein Prinz bei einem Jagdausflug ein noch nie zuvor gesehenes Tier. Er empfand dies als gutes Zeichen und gründete dort eine Stadt, die er „Stadt des Löwen“ oder Singapura nannte – abgeleitet von den Sanskritwörtern „Simha“ (Löwe) und „Pura“ (Stadt). Das 5-Sterne-Luxushotel Marina Bay Sands ist ein weiteres Wahrzeichen Singapurs. Mit seinen drei 55-stöckigen Hoteltürmen und dem Dachgarten mit Infinity Pool in über 190 Meter Höhe ein echter Hingucker. Grandios auch die einer menschlichen DNA nachempfundene und bei Nacht wunderschön beleuchtete Helix Bridge und das in der Form zweier Stinkfruchthälften erbaute Kulturzentrum „Esplanade – Theatres on the Bay“. Nicht weniger großartig: die „Gardens by the Bay“. Das Arreal wurde auf künstlich aufgeschüttetem Land errichtet und umfasst ausgedehnte Parks und Gärten. Hier beeindrucken die Supertrees, die mit seltenen Pflanzen bewachsene Stahlkonstruktionen. Der Skywalk, der die zwei größten Exemplare der Supertrees verbindet, bietet eine atemberaubende Aussicht auf die Marina Bay, den dichten Dschungel der Gartenanlage, den Singapur Flyer – mit 165 Meter Höhe das zweitgrößte Riesenrad der Welt – und die nahe Küste.

Grandiose Strände

Singapur verteilt sich über 61 verschiedene Inseln und ist deshalb auch ein perfektes Ziel für Strandliebhaber, Sonnenanbeter und Badenixen. Sentosa Island mit dem Palawan Beach gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen – weißer Sand und tiefgrüne Vegetation locken zahlreiche Besucher an. Etwas ruhiger geht es am Tenjong Beach zu.

Super Shopping

Die Orchard Road ist die Top-Shopping-Adresse in Singapur. An der berühmten Einkaufsstraße gibt es unglaubliche Einkaufszentren mit sämtlichen Designer-Labels der Welt sowie zahlreiche Hotels, gehobene Restaurants, Kaffeeketten, Cafés und Nachtclubs. Ebenfalls besuchenswert: die älteren Stadtteile. Zum Beispiel Chinatown. Hier gibt es Street Food-Märkte, kleine Läden, alte Apotheken mit merkwürdigen Pülverchen und zahlreiche Tempel. In „Little India” ertönen Bollywood-Klänge aus den Geschäften, Frauen tragen Sari und aus den Restaurants wehen indische Aromen. Das muslimische Viertel „Kampong Gelam” wird von der Sultan-Moschee mit ihrer goldenen Kuppel geprägt. Im Civic District dominieren englische Kolonialbauten. In all diesen Vierteln kann man prima bummeln und shoppen – chinesischen Antiquitäten, maßgeschneiderte Anzüge, indonesischen Batikstoffen, Schmuck, Lederwaren, Kunstwerk, Gewürze und unendlich viel mehr. Natürlich gibt’s auch genügend Cafés und Restaurants, um sich zwischendurch zu stärken. Und auch wenn man als Tourist nicht unbedingt selbst kocht und entsprechend Lebensmittel einkaufen muss, lohnt sich ein Besuch der Wet-Markets. Die 1:1-Übersetzung stimmt, der Wet-Market ist nass! Nicht von oben, sondern von unten – das Eis, das Fisch und Fleisch kühlt, ist in der Singapurer Tropenhitze nach kurzer Zeit geschmolzen und bildet Wasserlachen. Also lieber festes Schuhwerk anziehen, sonst steht man mit FlipFlops in Tintenfisch- und Hühnerfuß-Pfützen. Oder man wartet ein bisschen, denn die Markthallen werden regelmäßig nass ausgespritzt. Ansonsten gibt es alles, was das Genießerherz von einem Markt erwartet – und in Singapur natürlich noch mal mehr: Obst und Gemüse in allen Formen, Farben und Größen. Bekanntes und für uns Unbekanntes. Seegurken, Kröten und Durians, die Stinkfrüchte.

Fantastisches Essen

Allgemein nimmt das Essen in Singapur einen hohen Stellenwert ein. Für Liebhaber der vielfältigen asiatischen Küche ist Singapur ein kulinarisches Paradies. Obwohl man hier eigentlich nicht von der einen Küche sprechen kann. Es gibt extrem viele unterschiedliche Einflüsse aus zahlreichen Ländern: die nord- und südindische Küche, die malaysische und indonesische, die Küche der Thais, der Japaner und der Koreaner. Das Besondere ist aber nicht nur die Vielfalt, sondern auch die Vorliebe, Zutaten neu zu mischen und einfach auszuprobieren. Kein Wunder, dass die Küche Singapurs als eine der modernsten und originellsten der Welt gilt. Wagyu und Trüffel stehen genauso auf der Zutatenliste wie einfaches Gemüse und Nudeln. Essen ist eine große Leidenschaft der Locals. Sie kochen und essen eher selten zu Hause, was kein Wunder ist, bei den fantastischen Hawker Centern, den Straßenküchen Singapurs. Dim Sum in Chinatown, Chicken Korma in Little India oder libanesische Grill-Spezialitäten im arabisch geprägten Stadtteil Kampong Glam? Oder lieber “Buddha jumps over the wall”, ein Seegurken-Eintopf, oder Frosch-Porridge? Nein, lieber doch nicht! Zum Glück gibt es meistenteils weniger „Exotisches“.

Unwiderstehliche Spezialitäten

Laksa-Nudelsuppen gelten als Nationalgericht Singapurs – zu Recht, mit Kokosmilch, Chili, Fisch, Garnelen und Gemüse sind sie einfach unwiderstehlich!

Chili-Krabbe, der Star der Singapurer Küche, ist eine große Krabbe, die in einem Topf mit leckerer Chili-Soße serviert wird. Dazu gibt es Brot, das man in die Sauce tunkt.

Char kway teow, das sind gebratene flache Nudeln mit Garnelen, Herzmuscheln, Ei, Chili, chinesischem Knoblauch und Sojasauce. Passt prima zu Schweinefleisch, Fischkuchen oder Würstchen.

Roti prata ist indischer Herkunft. Dabei handelt es sich um einen gegrillten Weizenteigpfannkuchen, der mit Käse, Zwiebeln, Pilzen oder süß mit Bananen oder Schokolade gefüllt ist.

Reis mit Hainesischem Huhn besteht traditionell aus weißem Reis, gebratenem bzw. geschmortem Huhn und Chili-Sauce. Kräuter, Ingwer und Knoblauch kommen ebenfalls dazu. Manchmal bekommt der Reis Geschmack durch Hühnerbrühe oder Kokosmilch

Durian ja, die Stinkfrucht, oder auch „Kotzfrucht“, hatten wir ja schon weiter oben, bei der spektakulären Architektur. Diese typisch asiatische Frucht zeichnet sich durch ihren starken und intensiven Geruch aus, der als der ekelhafteste der Welt gilt. In einigen Hotels, in öffentlichen Verkehrsmitteln und in manchen Lokalen der Verzehr von Durians verboten – wegen des Gestanks, den manche als Zwiebel-ähnlich und andere wie den Geruch von faulen Eiern beschrieben. Diejenigen, die es wagen, sie zu probieren, sind sich jedoch einig, dass sie sehr lecker ist. Sie schmeckt wohl süßlich und hat Noten von Sahne, Vanillepudding und etwas Knoblauch. Manchmal werden auch Noten von Walnuss und Zwiebeln wahrgenommen. Das Fruchtfleisch ist sehr weich und muss vom Kern abgelutscht werden.

Und dann gibt es natürlich noch Fish Head Curry (Fischkopf mit Gemüse, Curry, Reis und Limonadensaft), Satay (Fleischspieße mit Reiskuchen, Gurke und Erdnuss-Soße), Rojak (Salat aus Früchten und Gemüse, dazu Mango und Tintenfisch, Erdnüsse und Krabbenpaste), Carrot Cake (gebratener Karotten-Rettich-Kuchen mit schwarzer Sojasoße, Eiern und Knoblauch) und unglaublich viel mehr… Auf jeden Fall ist Singapur eine kulinarische Reise wert!