… bei den Stadtwerken Erfurt

mit Antje Rahn, Regionalleiterin Niederlassung Dresden

Im Betriebsrestaurant der Stadtwerke Erfurt haben wir uns mit unserer Regionalleiterin Antje Rahn in der dortigen Lounge auf einen Kaffee getroffen. Wir haben uns mit ihr unterhalten über Freude am Kochen, Karriereleitern für Frauen, die Vorteile von Nachhaltigkeit, glückliche Kunden und das Entdeckungspotenzial von Thüringen. Folgen Sie uns einfach.

Als wir Antje Rahn zum Fotoshooting mit der Kölner Fotografin Silke Steinraths treffen, deren Fotoimpressionen Sie hier sehen, haben wir uns im besonders gemütlichen Bereich der Kaffeebar der Stadtwerke Erfurt mit Regionalleiterin Antje Rahn getroffen.

Der Restaurantraum wurde in einladend frischen Mai-Grüntönen mit viel Liebe und Geschmack gestaltet. Tapeten mit Waldmotiv, grüne Wandfarben, auf die Farbpalette abgestimmte Teppiche, begrünte Sichtschutzelemente, welche die Sitzplätze charmant voneinander trennen, bequeme Sessel in der Lounge, auf den Tischen grüne Kaffeetassen – das ist das schick-moderne Ambiente, in dem Antje Rahn und ihr Catering-Team die Gäste bewirten. Hier kann man aufatmen, genießen, entspannen und miteinander ins Gespräch kommen.

Als erstes wollen wir wissen, wie Antje Rahn zur Gastronomie kam

Ihre Liebe zu Lebensmitteln habe schon früh ihren Berufstraum, in der Gastronomie tätig zu sein, geweckt. Für ihre berufliche Entscheidung, in welche Richtung sie gehen sollte, spielte eine Rolle, dass die Systemgastronomie 1998 als ein damals noch völlig neuer Berufsbereich der Gastronomie beworben wurde. 2001 machte sie bereits den Abschluss als Fachfrau für Systemgastronomie und sammelte an unterschiedlichen Standorten im gesamten Bundesgebiet ihre praktischen Erfahrungen.

„Von Anfang an war mir klar, dass ich mich nicht nur auf den kulinarischen Bereich spezialisieren wollte. Mich reizten auch die Organisation und das Management eines gastronomischen Betriebs. Eine solide Basis, als Frau in eine Führungsstelle zu kommen,“ sagt Antje Rahn selbstbewusst in der Rückschau. „Schließlich wollte ich weiterkommen und mich weiterentwickeln.“ So ist sie zunächst in der Republik viel herumgekommen. In Frankfurt am Main, Berlin und Hamburg arbeitete sie als Restaurantleiterin – zunächst in der System- später auch in der Betriebsgastronomie. Mit diesen Erfahrungen im Rucksack startete sie 2015 bei Klüh hoch im Norden. Erst als Betriebsleiterin für ein Jahr, stieg zur Regionalleitung für den Raum Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen auf bis zum Jahr, in dem alles anders wurde. Sie nutzte das Pandemie-Jahr 2020 für einen weiteren Abschluss zur Handelsfachwirtin. Im November 2021 kehrte sie zu Klüh zurück „wie ein Bumerang oder eine Wiedergängerin“, sagt sie lachend. „Mittlerweile habe ich meinen Wohnort auch wieder in meine ursprüngliche Heimat verlegt. So passt jetzt alles zusammen.“

Was macht ein/e Regionalleiter/in eigentlich?

Als Regionalleiterin ist man für die Organisation, Planung und Führung der Betriebe innerhalb eines bestimmten Gebietes verantwortlich. Zum Arbeitsspektrum der Regionalleitungen gehört das Coachen und Unterstützen der Kollegen und Kolleginnen an den einzelnen Standorten. Immer mit dem Ziel, dass alles im besprochenen Rahmen umgesetzt wird. Antje Rahn ist es vor allem wichtig, dass Mitarbeiter*innen und Kundinnen und Kunden glücklich sind.

Was die Arbeit bei Klüh auszeichnet

Gastronomie ist voller Abwechslungen mit täglichen Herausforderungen. Menschen wie Antje Rahn macht das Spaß: „Man kann sehr viel bewegen und entwickeln. Innerhalb des vorgegebenen Rahmens habe ich viele Gestaltungsfreiräume. Wenn ich eine gute Idee für unsere Kunden habe, kann ich diese fast immer umsetzen. Die Zusammenarbeit mit meinen motivierten Mitarbeiter*innen schätze ich besonders. Alle sind motiviert und wollen sich weiterentwickeln, Neues lernen. Dabei können sie ihren Horizont stets erweitern.“

Auch die Aufstiegschancen von Auszubildenden bei Klüh sehen gut aus. Besonders Motivierten wird bereits mit 25 jungen Jahren zugetraut, Verantwortung für ein Restaurant zu übernehmen. „Das gut funktionierende Klüh-Netzwerk von Kolleg*innen und der Kontakt untereinander sind Pluspunkte, die ich zu schätzen weiß,“ fügt sie hinzu.

Die acht Mitarbeitenden, mit denen Antja Rahn durch schwierige Zeit gekommen ist, sind alle dankbar für ihren Arbeitsplatz. Wenn das Veranstaltungsgeschäft wieder dazukommt, werden ein bis zwei weitere Mitarbeiter*innen dazukommen. Normaler Weise finden zusätzlich zum Restaurantbetrieb Konferenzen statt. „Wir hoffen, dass künftig wieder mehr Nachfrage – auch von extern – besteht, unsere Räume zu mieten. Dann können wir auch unser Catering anbieten. Das ist natürlich Win-Win für alle,“ sagt Antje Rahn. Sie ist zuversichtlich. Sie hat die Zeit genutzt, neue Bewirtungskonzepte an den Start zu bringen.

Menü- und Produktlinien mit Verwöhnfaktor für Erfurter*innen

So bietet die Kantine vier Menülinien pro Tag:  die Nummer eins, der „einfache, beliebte Klassiker“, das Lieblingsgericht und Hausmannskost aus Kindertagen. Nummer zwei ist die Menülinie „Balance“, die gerade wegen der steigenden Nachfrage komplett auf „vegan“ umgestellt wird. Menü drei ist die „Unterwegs-Linie“, mit leckeren und beliebten Speisen aus anderen Ländern mit neuen Würz- und Geschmacksrichtungen vor allem der italienischen oder asiatischen Küchen, die auch sehr gut vegan umzusetzen sind. Zu diesem Quartett hinzu kommen saisonale Aktionen und köstliche Suppen. Die Salatbar ist auch wieder geöffnet. Nahezu überall können die Gäste beim Frontcooking dabei sein und sich schon sich beim Zuschauen den Mund wässrig machen.

Der „Pizza-Freitag“ hat sich als neues Highlight etabliert. An diesem „Freutag“ auf’s Wochenende gibt es selbstgemachte Pizza mit unterschiedlichen Belägen frisch aus dem Spezial-Ofen vor Ort. Wer dieses besondere „Schmankerl“ für einen entspannten Feierabend mit nach Hause nehmen will, für den bietet das Team von Antje Rahn eine komplett vorbereitete, frisch belegte und noch ungebackene Pizza zum Ausbacken daheim an. Das ist klüh@home als Pizza-Variante, als Rundum-Sorglos-Take-Away für zu Hause. Übrigens gibt es die Pizza in den Ausführungen flexitarisch wie vegan mit entsprechendem Pizza-Schmelz.

Alle Fotos by Silke Steinraths Photography
© Klüh Catering GmbH

Leckeres für Zwischendurch und jederzeit

Für die Mitarbeitenden der Stadtwerke Erfurt, die sich aus Verwaltung, Fahrer*innen der Busse und Bahnen wie auch Monteur*innen zusammensetzen, beginnt der Tag mit einem Wahl-Frühstück. Leckere Snacks von herzhaft – mit Fleisch, bis süß sind im Angebot sowie natürlich Kuchen. Wir erfahren, dass die typisch thüringische Art des Genießens gerne mit Fleisch ist. Schon beim Frühstück gibt es Frikadellen im Angebot. Sehr beliebt ist momentan ungarisches Langos. Das sind lang gebackene Fladen mit Sourcream, Kräutern und Speck.

Die Lunchtüte für mobile Mitarbeiter*innen

Wer tagsüber fern des Betriebsrestaurants mobil unterwegs sein muss, bekommt leckere Stärkung aus der Lunchtüte. „Ein guter Ernährungsmix für Menschen, die aus beruflichen Gründen Tag- und Nachtschichten wahrnehmen müssen, ist wichtig,“ sagt Antje Jahn. „Gerade sie brauchen eine leckere, abwechslungsreiche Kost mit den notwendigen Nährstoffen.“

Eine nachhaltige Partnerschaft

Die Stadtwerke Erfurt sind als Energieanbieter in punkto Nachhaltigkeit vorbildlich unterwegs. Klar, sollen sich die hohen Standards auch in der Betriebsverpflegung und Gastronomie widerspiegeln. Wir von Klüh unterstützen natürlich dieses Engagement, zumal wir es uns als Familienunternehmen auf unsere Fahnen geschrieben haben, verantwortungsbewusst für Mensch und Umwelt zu handeln.

Antje Rahn setzt durchgehend auf unser Klüh-Konzept nachhaltiger Verpackungen und wo immer es geht, auf das Vermeiden von Verpackungsmüll. Besonders stolz ist sie, dass 95 % der Gäste aus Verwaltung und Außendienst der Stadtwerke ihre Menüs mit der Klüh-App vorbestellen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: eine präzise Planung ist möglich. Es kann auf den Punkt eingekauft und produziert werden, so dass am Ende des Tages so gut wie keine Reste an verarbeiteten Lebensmitteln zurückbleiben. Mit der Klüh-App erhält das Catering-Team täglich Rückmeldungen. „Was uns besonders freut,“ sagt Antje Rahn, „ist, dass uns die Leute überwiegend positive Feedbacks geben.“

Lebensmittel direkt aus der Region

Für viele frische Produkte, vor allem bei Obst und Gemüse, setzt Klüh immer stärker auf regionale Partner. Auch ein Beitrag für Nachhaltigkeit: Das erhält die Frische, garantiert kurze Wege vom Produzenten zu uns in die Küche, fördert gute Nachbarschaft und stärkt unsere Verbindung zu den Landwirten und Produzenten in den Regionen.

Elektrische Mobilität

Ein weiterer besonderer Glücksfall für unser Umweltengagement bei der Zusammenarbeit zwischen Klüh und den Stadtwerken Erfurt ist, dass wir durch die positiven Vorbedingungen über einen Elektrotransporter verfügen. Mit ihm werden die einzelnen Außenstellen beliefert. Die Speisen werden in der Küche in Erfurt vorgekocht und dann kalt angeliefert. Durch dieses Cook-and-Chill-Prinzip werden wichtige Basiscs – wie Gulasch, Rouladen u.v.m. – angeliefert und jeweils vor Ort zubereitet mit frischen Beilagen wie Kartoffeln, Nudeln und auch frischen Kräutermischungen zu einem fertigen Menü ergänzt, das dem frisch Zubereiteten sehr nahekommt.

Kochen auch als Freizeitleidenschaft

Antje Rahn kocht auch privat „sehr gerne und auch viel“, und sie ist ein großer Fan von klassischer Hausmannskost. So verrät sie uns, dass sie, wo immer Königsberger Klopse auf dem Speiseplan stehen, sie sich diese munden lässt. Die Klüh-eigene Rezeptvariante dafür mit frittierten Kapern und einem Rote-Bete-Kartoffelpüree, findet sie „den Wahnsinn“. Sie begeistert sich besonders dafür, wie beliebte Klassiker neu interpretiert werden und damit besonders leckere, neue Geschmackserlebnisse hervorbringen.

Thüringen – wanderbares Reiseland

Eigentlich ist Antje Rahn von Hause aus sehr reiselustig, musste aber aus den bekannten Gründen – wie viele andere auch – in den letzten zwei Jahren zurückstecken. Jetzt hat sie ihre Heimat mit Wanderstiefeln neu entdeckt. Sie schwärmt von Seen, Talsperren, die man umwandern kann, vom Thüringer Wald. Ihr persönlicher Geheimtipp ist das Durchwandern der Drachenschlucht bei Eisenach im Thüringer Wald, dem Naturschutzgebiet „Wälder mit Schluchten zwischen Wartburg und Hohe Sonne“. Wenn man aus den Schluchten und Wäldern oben auf der Anhöhe landet, sei der Ausblick auf die historische Wartburg einfach großartig!