“Die Vorfreude ist groß. Wir zählen uns zu den Favoriten, und unser Traum ist es, um den Titel zu spielen und ihn zu gewinnen.”

Sara Däbritz, deutsche Fußball-Nationalspielerin

Heute Abend um 21 Uhr ist Anpfiff und Start der Fußball-Europameisterschaft der Frauen

Es treffen die Teams von Österreich und Gastgeberland England aufeinander. Am Freitag bestreiten dann die deutschen Fußballfrauen ihr erstes Match – ab 21 Uhr spielen sie gegen Dänemark im Brentford Community Stadium.

Damit Sie immer alle Ergebnisse im Blick haben, hier unser exklusiver Spielplan für alle Leser*innen des Blogs und unsere Gäste:

EM Spielplan 2022 herunterladen

Rekordspielerinnen

Die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland ist eine noch ziemlich junge: erst im Jahr 1970 wurde Frauenfußball offiziell in die Satzung des Fußballverbands aufgenommen. Und vor genau 40 Jahren – also im Jahr 1982 – gab es die erste deutsche Frauen-Nationalmannschaft. Mit acht Europameisterinnentitel und 2 Weltmeisterinnentitel gehört das deutsche Team zu den erfolgreichsten der Welt:

Gastgeberland/Turnier Platzierung
Deutschland 1989 Europameisterinnen
Dänemark 1991 Europameisterinnen
1995 (kein Gastgeberland) Europameisterinnen
Norwegen/Schweden 1997 Europameisterinnen
Deutschland 2001 Europameisterinnen
USA 2003 Weltmeisterinnen
England 2005 Europameisterinnen
China 2007 Weltmeisterinnen
Finnland 2009 Europameisterinnen
Schweden 2013 Europameisterinnen

Wie wichtig ist die Ernährung für Sporttreibende?

Sehr wichtig! Das lässt sich u. a. daran ablesen, dass es spezielle Ernährungscoaches für Profi-Fußballer*innen gibt – so z. B. die Ernährungsberaterin Mona Nemmer. Sie ist studierte Ernährungswissenschaftlerin und gelernte Köchin und arbeitet aktuell als Chefernährungsberaterin beim FC Liverpool; der Premier-League-Verein wird seit 2015 von Cheftrainer Jürgen Klopp auf Erfolgskurs gebracht bzw. gehalten. Im Oktober 2022 erscheint ihr Buch “Essen wie die Champions” im Piper Verlag: “(…) Ernährung ist ein wichtiger Schlüsselfaktor für das hohe Leistungslevel im Spiel- und Trainingsbetrieb. Als Ernährungsexpertin sorgt sie dafür, dass die Spieler die richtigen Dinge auf dem Teller haben, um ihr Potenzial voll auszuschöpfen. In diesem Buch erklärt sie, welche Lebensmittel Kraft und Energie für den Tag geben, wie wir mit einer gesunden Ernährung unser Immunsystem stärken und dabei trotzdem kaum Verzicht üben müssen.” (vgl. Internetseite Piper-Verlag)

Die richtigen Dinge auf dem Teller – ein Fitness-Rezept für sommerliche Tage

Inspiriert von Mona Nemmer stellen wir Ihnen hier ein Rezept für zu Hause vor. Es enthält viele wertvolle Nährstoffe, macht satt und schmeckt herrlich erfrischend.

Sommerlicher Salat mit Quinoa, Babyspinat, Heidelbeeren und Cashewkernen
(vegan) – oder mit Fetakäse (geeignet für Lakto-Vegetarier) – oder mit Hähnchenspießen (für Flexitarier)

Zutaten für 4 Personen

  • 300 g Quinoa
  • 600 ml Wasser
  • 1 Msp. Kurkuma
  • 1 TL gekörnte (Bio-)Gemüsebrühe
  • 1 kleine Salatgurke
  • 75 g frischer Baby-Spinat
  • 125 g Cocktailtomaten
  • 100 g Heidelbeeren
  • 40 g Cashewkerne
  • Saft 1 großen Orange
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • für Lakto-Vegetarier mit 1 Pk. Fetakäse ergänzen
  • für Flexitarier: mit 2 Hähnchenspießen pro Person ergänzen

Quinoa gründlich mit warmem Wasser abspülen und dann in der Gemüsebrühe und Kurkuma 20 – 25 Minuten köcheln lassen.

Die Gurke waschen, schälen und in Würfel schneiden. Den Spinat ebenfalls gründlich waschen, klein schneiden oder klein pflücken. Die Cocktailtomaten waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln, die Heidelbeeren waschen. Die Cashewkerne in einer kleinen Pfanne ohne Öl anrösten, abkühlen lassen und grob hacken, dann zur Seite stellen.
In der Zwischenzeit das Dressing vorbereiten: Pressen Sie die Orange aus und verrühren Sie mit einem kleinen Schneebesen den Orangensaft und das Olivenöl mit Salz und Pfeffer.

Den nun fertig gegarten Quinoa in einer Salatschüssel ca. 15 Minuten abkühlen und ruhen lassen. Dann alles dazugeben und anschließend das Dressing hinzugeben und gut untermischen. Lakto-Vegetarier können zusätzlich ein Päckchen Fetakäse dazu tun. Für Flexitarier empfehlen sich Hähnchenspieße. Kaufen Sie diese bei dem Metzger Ihres Vertrauens, er kann sie für Sie mit einer hellen Marinade marinieren. Wir wünschen Ihnen guten Appetit!

Quinoa – Trend- und Superfood

Quinoa gehört zu den alten Kulturpflanzen, die mindestens seit 5000 Jahren angebaut wird. Ursprünglich stammt Quinoa aus den Andenregionen Südamerikas und wird auch als das “Gold der Inkas” bezeichnet. Sie verfügt über eine große Vielfalt an Nährstoffen, so gilt sie zu Recht als eine der besten pflanzlichen Eiweißquellen auf der Welt. Des Weiteren enthält Quinoa Kalium, Magnesium, Eisen, Zink und komplexe Kohlenhydrate. Letzteres bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigt, lange statt macht und damit Heißhungerattacken ausbleiben. Sehr bemerkenswert ist außerdem, dass in den Körnern alle neun essenziellen Aminosäuren vorkommen – ein eher seltenes Phänomen.

Anders als Weizen und Roggen gehört Quinoa nicht zu den Süßgräsern, sondern wird als sogenanntes “Pseudo-Getreide” bezeichnet; botanisch gesehen, gehört Quinoa – wie Amaranth (und auch Rote Bete und Mangold) – zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Vorteil: die Samenkörner sind glutenfrei!

Und was den Aspekt der Nachhaltigkeit anbelangt, so gibt es bereits auch in Deutschland Produzenten, die Quinoa anbauen, z. B. die “Feldhelden Rheinland” des Betriebs der Familie Decker im Rheinland. Es ist nicht ganz so einfach, Quinoa in unseren Breiten anzubauen, aber erste Schritte sind getan. Im Hinblick auf den Klimawandel bringt Quinoa einige Vorteile mit: sie ist relativ anspruchslos, sehr robust und kann Temperaturen bis zu 38 Grad Celsius vertragen.